Ringelröteln sind ansteckend, bevor sie sichtbar werden

Nur für Schwangere gefährlich: das Parvovirus B19. (Foto: Moonnoon / Fotolia)
Nur für Schwangere gefährlich: das Parvovirus B19. (Foto: Moonnoon / Fotolia)

(dbp/auh) Wenn die charakteristischen Zeichen auf der Haut erscheinen, ist es für einen Infektionsschutz schon zu spät.

Ringelröteln sind zwar für die meisten Menschen völlig harmlos, wenn sich aber eine Schwangere mit dem Parvovirus B19 infiziert, droht Gefahr für das Ungeborene. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Auch für immungeschwächte Kinder und Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten sind Ringelröteln problematisch, da das Virus Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen zerstört. Darauf weist der Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Sein Sprecher, der Kinder‐ und Jugendarzt Dr. Ulrich Fegeler, beschreibt die Symptome: „Zu Beginn können Ringelröteln einer Erkältung ähneln – mit Halsschmerzen, leicht erhöhter Temperatur, Magenverstimmung, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Juckreiz. Nach ein paar Tagen zeigt sich ein Ausschlag auf den Wangen mit intensiver Rötung und leichter Schwellung, der den Bereich des Mundes ausspart, sodass das Ekzem der Form eines Schmetterlings ähnelt. Die Haut spannt, juckt eventuell und fühlt sich leicht erhitzt an. Nach ein bis zwei Tagen breiten sich rote Flecken insbesondere an den Streckseiten der Arme und Beine aus, die sich in blassrote Ringe verwandeln – daher der Name.“

Meist erkranken Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren im Winter und Frühjahr an Ringelröteln. Um die Infektion von Scharlach, Masern, Windpocken oder Röteln abzugrenzen, sollten Eltern bei den ersten Anzeichen zu ihrem Kinder‐ und Jugendarzt. Ringelröteln bedürfen keiner medikamentösen Behandlung. Aber die Haut des Kindes muss etwa vier bis sechs Wochen besonders gepflegt werden, da sie durch den Ausschlag austrocknet und schuppig wird.