Richtiges Schuhwerk nutzen

Überschüssige Hornhaut kann man nach einem Fußbad auch zu Hause gut selbst entfernen, z. B. mit einem Bimsstein. (Foto: Fotolia / vladimirfloyd)
Überschüssige Hornhaut kann man nach einem Fußbad auch zu Hause gut selbst entfernen, z. B. mit einem Bimsstein. (Foto: Fotolia / vladimirfloyd)

Zu enge Schuhe fördern die Hornhautbildung.

(dbp/kmh/fru) Eigentlich ist Hornhaut eine gute Erfindung der Natur, denn sie dient dem Schutz unserer Füße. Wenn sie sich jedoch ungebremst bildet, hat es für Betroffene meist unangenehme Folgen. Dann trocknet die Haut häufig aus und kann reißen. Die Hornhaut schützt das tiefer liegende Gewebe an den Füßen. Sie bildet sich vor allem unter Druck, weshalb besonders Frauen über verstärkte Hornhautbildung klagen, wenn sie enge, schlecht sitzende oder sehr hohe Schuhe tragen. Auch barfuß in Schuhen zu gehen, fördert die Hornhautbildung. Gleiches gilt für langes Stehen und Gehen in unbequemem Schuhwerk. Verstärkt bildet sich Hornhaut in der Regel an den Druckpunkten wie Ballen, Zehen und Fersen. Wuchert sie zu stark, entstehen Schwielen, die zu unangenehmen Hautrissen führen können. Bleiben diese wiederum unbehandelt, entzünden sie sich und müssen medizinisch behandelt werden.

Pflege schützt vor übermäßiger Hornhautbildung

Doch Hornhaut ist kein Schicksal, dem man sich tatenlos hingeben muss. Sind die Füße stark betroffen, empfiehlt sich zur Grundpflege der Weg in die Praxis eines medizinischen Fußpflegers (Podologe). In Deutschland ist das eine geschützte Berufsbezeichnung. Die Fachkraft entfernt mithilfe bestimmter Hilfsmittel besonders sorgfältig und schonend alle Verhornungen, Schwielen und Hühneraugen. So kann zum Beispiel unangenehmer Druckschmerz gelindert werden.

Wer seine Füße regelmäßig mit den passenden Produkten pflegt, kann überschüssiger Verhornung auch zuhause effektiv entgegenwirken. Dazu die Füße ein bis zwei Mal pro Monat in lauwarmem Wasser mit einem pflegenden Fußbadzusatz baden. Zehn Minuten darin verweilen, dann ist die Haut gut aufgeweicht und lässt sich mit Bimsstein oder einer Hornhautfeile schonend entfernen. Anschließend die Füße gründlich abtrocknen und mit einer pflegenden Fußcreme versorgen.

Besondere Aufmerksamkeit für Diabetikerfüße

„Auch Fußpeelings aus Salz und Olivenöl können Abhilfe schaffen und überschüssige Hornhaut beseitigen. Diese dürfen allerdings nur bei unversehrter Haut angewendet werden“, teilt die Apothekerkammer Niedersachsen mit. Schrundensalben oder Wund- und Heilsalben lindern rissige Haut an den Hacken. Und harnstoffhaltige Cremes (mit Urea) erhalten die natürliche Feuchtigkeitsbalance gesunder Füße. Wenig sinnvoll ist es, die Füße mit Körperlotion einzuschmieren, da sie eine andere Zusammensetzung hat und nicht auf die Bedürfnisse der Fußhaut abgestimmt ist. Hornhaut sollte übrigens nicht weggeschnitten werden, sonst wächst sie verstärkt nach. Hornhauthobel und Rasierklinge gehören daher nicht an Verhornungen. Zudem führen solche Instrumente in den Händen von Laien oft zu Schnittverletzungen.

Ein Sonderfall in Sachen Hornhaut sind Diabetiker. Bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung ist häufig die Schmerzempfindung und Schweißbildung an den Füßen gestört. Ist Letzteres der Fall, wird die Haut trocken, schuppig und neigt zu sehr starker Hornhautbildung. Deshalb ist es für Menschen mit Diabetes sehr wichtig, dass sie ihre Füße regelmäßig selbst inspizieren, vom Arzt untersuchen lassen und täglich spezielle Fußpflegeprodukte anwenden.