Reptilien im Haus übertragen Salmonellen

Nach dem Schildkrötestreicheln die Hände waschen! Denn Reptilien sind potenzielle Samonellenträger. (Foto: Gila Hanßen / Pixelio)
Nach dem Schildkrötestreicheln die Hände waschen! Denn Reptilien sind potenzielle Samonellenträger. (Foto: Gila Hanßen / Pixelio)

(dbp/cwr) Schildkröten, Schlangen, Leguane und andere Reptilien gehören nicht in einen Haushalt mit Säuglingen und kleinen Kindern.

Diese Ansicht vertritt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Grund für die Empfehlung: Exotische Reptilien können Salmonellen übertragen und das auch dann, wenn sie selbst keinerlei Anzeichen für eine Infektion zeigen.

„Reptilien in der Heimtierhaltung sind bis zu 90 Prozent Salmonellenträger“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Pressesprecher des BVKJ. Kinder könnten sich auf vielfältige Weise anstecken: Einerseits über direkten körperlichen Kontakt und andererseits über den Kontakt mit Erregern auf verunreinigten Flächen und sogar in Staubpartikeln. Außerdem können auch Hautreste und Speicheltropfen der Tiere die Keime enthalten. Besonders Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Ältere, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen seien gefährdet. In den vergangenen Jahren ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes die Zahl der Infektionen gestiegen, weil die Haltung exotischer Tiere immer mehr zunimmt.

Eine Salmonelleninfektion erkennt man daran, dass der Betroffene über Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber klagt. Kleine Kinder sind deshalb gefährdet, weil sie schnell Flüssigkeit verlieren. Die stationäre Aufnahme in der Klinik ist dann unausweichlich.