Regelmäßiger Schlafrhythmus hilft bei Narkolepsie

Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus tut nicht nur Narkolepsie-Patienten gut. (Foto: Fotozon / Fotolia)
Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus tut nicht nur Narkolepsie-Patienten gut. (Foto: Fotozon / Fotolia)

(dbp/cwr) Menschen, die an Narkolepsie erkrankt sind, können von regelmäßigen Schlafzeiten sehr profitieren.

Darauf weist der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) hin. Narkolepsie ist eine seltene neurologische Erkrankung, die mit einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus einhergeht.

Die Betroffenen leiden tagsüber unter Müdigkeit und unter einem Schlafdrang, der sehr plötzlich auftritt und den sie fast nicht unterdrücken können. Das bedeutet, sie schlafen auf der Stelle ein – beim Sprechen, Essen oder Auto fahren. Bei einigen Patienten erschlafft kurz die Körpermuskulatur. Narkoleptiker müssen ihre Krankheit in jede Situation mit einkalkulieren – ihr ganzes Leben lang. „Narkolepsie ist nicht heilbar, aber behandelbar“, erklärt Dr. Curt Beil vom BDN. Das Zusammenspiel bestimmter Verhaltensweisen und Medikamente könnten die Symptome beeinflussen, allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. In leichten Fällen könne man ohne Medikamente auszukommen, dann genüge die bewusste Gestaltung des Tagesablaufes verbunden mit individuellen Bewältigungsstrategien.

Ärzte gehen davon aus, dass es sich bei Narkolepsie um eine Autoimmunkrankheit handelt. Sie kann in jedem Alter erstmals auftreten, tut dies jedoch verstärkt zwischen dem 10. und 20. sowie dem 30. und 40. Lebensjahr. „Die Erkrankung kann schleichend, aber auch mit allen Symptomen plötzlich beginnen, wobei der Schweregrad bei den Betroffenen unterschiedlich sein kann“, erklärt Dr. Beil. Da das Leben mit der Krankheit einen normalen Alltag nicht erlaubt, sollten – so der Rat des Arztes – möglichst alle Personen im näheren Umfeld Bescheid wissen.