Raus aus dem Nebel

Bei einer Katarakt-Erkrankung kann nur eine Operation helfen. (Foto: Fotolia / Peter Orsaeo Sr)
Bei einer Katarakt-Erkrankung kann nur eine Operation helfen. (Foto: Fotolia / Peter Orsaeo Sr)

Die Katarakt-OP ist die einzige wirksame Behandlungsmethode.

(dbp/fru) Typische Anzeichen für einen „Grauen Star“ sind eine verschwommene Sicht, gelegentliche Blendung, Doppelbilder, zunehmende Kurzsichtigkeit und eine Verminderung der Sehschärfe. Diese Sehstörungen fallen oft erst mit der Zeit auf. Wenn die Augenerkrankung weiter fortschreitet, ist auch die typische Linsentrübung als weißliche oder bräunliche Verfärbung in der Pupille sichtbar. Patienten nehmen dann ihre Umwelt wie durch einen Nebelschleier wahr. Eine Behandlung ist unbedingt erforderlich, da eine Katarakt sonst zur Erblindung führen kann.

Operation ist unumgänglich

Die anfängliche leichte Linsentrübung verdichtet sich ohne Behandlung immer mehr und das Sehen verschlechtert sich deutlich. Die Katarakt-Operation ist die einzige Behandlungsmöglichkeit und unumgänglich. Vorausgesetzt es gibt keine weiteren vorhandenen Augenerkrankungen beim Patienten, führt der Eingriff so gut wie immer zum Erfolg. „Die Staroperation zählt heute zu den häufigsten Operationen überhaupt. Jahr für Jahr werden in Deutschland etwa 700.000 Operationen wegen eines Grauen Stars vorgenommen“, heißt es vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.

Bei diesem risikoarmen Eingriff wird die getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche ersetzt. Er ist nur mit einer geringen Belastung für den Patienten verbunden und in der Regel schmerzlos. Die Operation geschieht häufig unter örtlicher Betäubung. Die bevorzugte Methode besteht darin, durch einen kleinen Schnitt in der Hornhaut den Linsenkern mittels Ultraschall zu zerteilen und abzusaugen. Zurück bleibt die leere Linsenkapsel, die „Hülle“ der natürlichen Augenlinse, in die auch die künstliche Linse eingesetzt wird. Moderne Linsen sind flexibel und lassen sich zusammenfalten. So passen sie durch den kleinen Schnitt, der in der Regel von selbst wieder verheilt.

Visuelle Lebensqualität steigern

Die meisten dieser Linsen sind sogenannte Monofokallinsen. Das heißt: Das Auge ist nach der Operation nur auf eine Entfernung korrigiert. Meist werden die Linsen so eingestellt, dass der Patient in der Ferne scharf sehen kann und etwa zum Lesen eine Brille tragen muss. „Gerade für Menschen, die mehrere Sehprobleme aufweisen, ergibt sich mit der Cataracta eine Gelegenheit, weitere vorhandene Sehprobleme zu beheben“, erklärt die „Initiative Grauer Star“. Denn moderne Kunstlinsen (Premiumlinsen) können noch weitaus mehr bieten.

So erlauben Multifokallinsen dem Patienten in vielen Fällen, sowohl in der Nähe als auch in der Ferne scharf zu sehen. Torische Linsen können Hornhautverkrümmungen (Stabsichtigkeit oder Astigmatismus) ausgleichen. Spezielle Blaufilterlinsen absorbieren den harten Anteil des blauen Lichts und übernehmen damit eine ursprüngliche Schutzfunktion der gesunden Linse. So kann der Schutz von Netzhaut und Makula in weiten Teilen wiederhergestellt werden. Mit sogenannten asphärischen Linsen kann man die Sehschärfe und das Kontrastsehen verbessern. Ein spezielles Oberflächendesign erlaubt bei schlechten Lichtverhältnissen – wie zum Beispiel in der Dämmerung – eine bessere Sehkraft. Bei der Wahl der richtigen Linse und des Behandlungsverfahrens sollten sich Katarakt-Patienten von einem Facharzt gut beraten lassen.

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