Radeln verbessert die Raucherbronchitis

Ein regelmäßiges Training auf dem Fahrradergometer kann die Lebensqualität von COPD-Patienten verbessern. (Foto: R. Knetschke / Fotolia)
Ein regelmäßiges Training auf dem Fahrradergometer kann die Lebensqualität von COPD-Patienten verbessern. (Foto: R. Knetschke / Fotolia)

(dbp/spo) Patienten mit fortgeschrittener Raucherbronchitis (medizinisch: COPD) können ihre Beschwerden deutlich abmildern, wenn sie regelmäßig auf dem Fahrradergometer trainieren.

Gezeigt hat das eine thailändische Studie, an der Patienten im Alter von über 40 Jahren mit einer mittelschweren bis schweren COPD (übersetzt: chronisch obstruktive Lungenerkrankung) teilgenommen hatten. Sie absolvierten über zwei Monate ein von Physiotherapeuten überwachtes Aufbautraining, bei dem sie zwei Mal pro Woche zwischen 30 und 60 Minuten in die Pedale traten. Ab dem dritten Monat waren sie angehalten, das Training zu Hause alleine über zwei Jahre weiterzuführen.

Mehr Ausdauer, weniger Atemnot

Die Teilnehmer waren allesamt Ex-Raucher mit mindestens zehn Päckchenjahren. Ein Päckchenjahr bedeutet, dass ein Jahr lang im Schnitt mindestens ein Päckchen Zigaretten pro Tag geraucht wurde. Im Vergleich zu Patienten mit ähnlich weit fortgeschrittener COPD verfügten die Sportler am Ende über mehr Muskelkraft, mehr Ausdauer beim Sechs-Minuten-Gehtest und nach eigenen Angaben über eine bessere Lebensqualität. Zudem war ihre Atemnot weniger ausgeprägt.

Die Deutsche Lungenstiftung nutzt die Studienergebnisse für einen allgemeinen Rat an alle COPD-Patienten: Beginnen Sie ein regelmäßiges Ergometertraining, am besten in einer ärztlich überwachten Lungensportgruppe! Das gelte auch für jene, bei denen die Krankheit schon weit fortgeschritten ist.

COPD ist eine chronische, nicht heilbare Erkrankung der Lunge, bei der die Atemwege entzündet und dauerhaft verengt sind. Typische Symptome sind Atemnot bei körperlicher Belastung und Husten mit Auswurf. Die meisten COPD-Patienten sind oder waren Raucher.