Profis putzen lassen

Auch die gewissenhaftesten Zähneputzer erreichen mit ihrer Zahnbürste nicht die Zwischenräume, die mit einer PZR erreicht werden können. (Foto: proDente / Johann Peter Kierzkowski)
Auch die gewissenhaftesten Zähneputzer erreichen mit ihrer Zahnbürste nicht die Zwischenräume, die mit einer PZR erreicht werden können. (Foto: proDente / Johann Peter Kierzkowski)

Mittels PZR werden sichtbare und versteckte Beläge entfernt.

(iwg/fru) Essen, Schlafen, Zähneputzen – die Zahnpflege gehört für die meisten Menschen wie selbstverständlich zum Alltag. Und das ist auch gut so, denn das tägliche Zähneputzen schützt vor Erkrankungen im Mundraum. Manche betreiben mehr Aufwand bei der Zahnpflege als andere, aber eines gilt für alle Menschen: „Sie sollten regelmäßig die professionelle Zahnreinigung (PZR) in einer Zahnarztpraxis nutzen“, empfiehlt die Kassenzahnärztliche Bundevereinigung (KZBV) auf ihren Internetseiten. Denn auch die vorbildlichste Zahnpflege kann bei der Bekämpfung und Vorbeugung von Karies und Parodontitis durch eine PZR unterstützt werden.

PZR ist kein Ersatz für die Zahnpflege zu Hause

Die PZR ist definitiv kein Ersatz für die Zahnpflege zu Hause, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Weiterhin unumgänglich ist, sich täglich mindestens zweimal gründlich die Zähne zu putzen und einmal täglich die Zahnzwischenräume zu reinigen, z. B. mit Zahnseide oder sogenannten Interdentalbürsten. Und nicht nur zur Vorbeugung wird die PZR empfohlen, sondern auch zur Nachsorge. So ist z. B. Parodontitis eine chronische Zahnbetterkrankung. Wer einmal daran erkrankt ist, muss dauerhaft nachsorgen. Je nach Erkrankungsrisiko sucht der Patient den Zahnarzt zwei bis viermal pro Jahr auf. Denn mit einer PZR erreichen die Prophylaxe-Experten auch Nischen und Zwischenräume, was zum langfristigen Erfolg der Parodontitis-Behandlung beiträgt und Entzündungen vorbeugt.

Vor einer professionellen Zahnreinigung untersucht der Zahnarzt die gesamte Mundhöhle, um individuelle Erkrankungen und die Qualität der Mundhygiene festzustellen. Dadurch spürt er Beläge oder gefährdete Stellen auf und macht sie sichtbar. Die Ergebnisse bestimmen die weitere Behandlung. Die einzelnen Schritte werden vom Zahnarzt erklärt. Die PZR kann dann entweder vom Zahnarzt selbst oder speziell ausgebildeten Mitarbeitern (Prophylaxe-Assistenten oder Dentalhygieniker) durchgeführt werden.

Schmerzfreie Behandlung

Zunächst werden bei dieser schmerzfreien Behandlung die Zähne von hartnäckigen Belägen, wie Zahnstein, z. B. mit einem Ultraschallgerät gereinigt. Danach entfernt man auch die weichen Ablagerungen möglichst schonend aus allen Winkeln mit Handinstrumenten. Anschließend kommen weitere spezielle Instrumente, kleine Bürstchen und Zahnseide zum Einsatz. Jeder einzelne Zahn wird gründlich gereinigt. Diese Reinigung erreicht auch die Ablagerungen, die der Patient trotz gewissenhaftem Putzen nicht entfernen kann.

Mit dem sogenannten Pulverstrahlgerät werden anhand eines Luft-Natriumbikarbonat-Gemisches und einem Wasserstrahl noch Verfärbungen wie z. B. Kaffee, Tee oder Nikotin entfernt. Abschließend werden die Zähne noch auf Hochglanz poliert und mit einem schützenden Fluoridlack versehen, um ein erneutes Festsetzen von Plaque und Zahnstein zu erschweren und das Putzen zu erleichtern. Auf Wunsch werden zum Schluss noch Tipps zur häuslichen Zahnpflege gegeben. Die Kosten für eine PZR variieren i.d.R. je nach Aufwand und Mundsituation des Patienten und müssen meistens aus eigener Tasche bezahlt werden.