Präventionspotenziale am Arbeitsplatz

Metallarbeiter haben im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ein höheres Arbeitsunfähigkeitsrisiko. (Foto: Fotolia / motorradcbr)
Metallarbeiter haben im Vergleich zu anderen Berufsgruppen ein höheres Arbeitsunfähigkeitsrisiko. (Foto: Fotolia / motorradcbr)

(dbp/fru) Jeder wünscht sich sichere und gesunde Arbeitsbedingungen. Die Errungenschaften beim Arbeitsschutz stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Jetzt hat sie eine neue Studie zu Risiken und Präventionspotenzialen bei der Arbeit veröffentlicht. Eines der Erkenntnisse: Erkrankungen des Herz-Kreislauf- sowie des Muskel-Skelett-Systems verursachen fast jeden dritten Ausfalltag wegen Krankheit.

Besonders häufig betroffen sind Beschäftigte in manuellen Berufen und im Dienstleistungsbereich mit geringem oder mittlerem Qualifikationsniveau. So haben Metallarbeiter, Pflegekräfte, Köche sowie Lager- und Transportarbeiter eine der höchsten Ausfallquoten und gehören zu den Berufen mit dem höchsten Präventionsbedarf. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen in diesen gefährdeten Berufen ließen sich viele Erkrankungen vermeiden.

Gesundheitsbewusstsein der einzelnen Mitarbeiter fördern

Einige Einzelberufe fallen durch ein höheres Arbeitsunfähigkeitsrisiko auf. Dazu gehören bei den Männern beispielsweise Metallarbeiter, Kunststoffverarbeiter oder Abfallbeseitiger. Bei den Frauen sind es beispielsweise Raum- und Hausratsreinigerinnen, Helferinnen in der Pflege oder Versandfertigmacherinnen. Ziel müsse es sein, die Belastungen am Arbeitsplatz für diese Berufsgruppen zu verringern, um Erkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus sollte das Gesundheitsbewusstsein der einzelnen Mitarbeiter gefördert werden. Dazu gehören zum Beispiel (betriebliche) Kurse zum Thema Bewegung, Stressreduktion oder Ernährung.

Der demografischen Wandel und die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre führen zu einer längeren Lebensarbeitszeit. Um diese gesund und sicher zu gestalten, ist eine frühzeitige Prävention im Betrieb besonders wichtig.