Pneumokokken: Eine Impfung weniger reicht auch

Der Impfkalender mit den STIKO-Empfehlungen für 2015/16 stammt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
Der Impfkalender mit den STIKO-Empfehlungen für 2015/16 stammt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

(dbp/spo) Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert.

Neu ist, dass Säuglinge und Kleinkinder einmal weniger gegen Pneumokokken geimpft werden sollen.

Pneumokokken sind Bakterien, die – genau wie zum Beispiel Grippeviren – durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Sie können verschiedene Krankheiten auslösen, unter anderem Lungenentzündung. Deshalb empfiehlt die STIKO, schon kleine Kinder gegen Pneumokokken zu impfen.

Altersstufen müssen eingehalten werden

Bislang passierte das in einer sogenannten 3+1-Impfung, also drei Grundimmunisierungen und eine Auffrischung. Laut STIKO gibt es jedoch neue Daten zur Wirksamkeit eines 2+1-Impfschemas, wonach eine Grundimmunisierung weniger ähnlich effektiv ist. Ab jetzt sollen die Kleinen also im Alter von zwei, vier sowie elf bis 14 Monaten je einmal gegen Pneumokokken geimpft werden. Das Einhalten dieser Altersstufen sei für die Wirksamkeit sehr wichtig, hieß es.

Seit Ende 2013 ist auch ein Impfstoff gegen Meningokokken-B auf dem Markt, jene Bakterien die unter anderem eine Hirnhautentzündung auslösen können. Eine generelle Impfempfehlung gibt die STIKO hier weiterhin nicht, da ihr die bisherigen Studienergebnisse dafür nicht ausreichen.