Pilates sorgt für eine gesunde Körperhaltung

Pilates-Übungen können auch zu Hause gemacht werden. Hierfür ist lediglich ein rutschfester Untergrund notwendig (z. B. eine Gymnastikmatte). (Foto: Fotolia / nuzza11)
Pilates-Übungen können auch zu Hause gemacht werden. Hierfür ist lediglich ein rutschfester Untergrund notwendig (z. B. eine Gymnastikmatte). (Foto: Fotolia / nuzza11)

Das sanfte Training stärkt Rücken, Bauch und Beckenboden.

(dbp/spo/fru) „Man ist so alt, wie die Wirbelsäule beweglich ist“, sagte einst Joseph Pilates, der Begründer des Pilates-Trainings. Damit beschreibt er seinen Ansatz sehr gut, denn es geht dabei im Kern um die Verbesserung der eigenen Haltung, die maßgeblich durch die Kräftigung von Rückenmuskulatur und Körperzentrum beeinflusst wird.

Mehr als 500 Übungen

„Pilates kräftigt gezielt die tiefliegende Rumpfmuskulatur, es fördert Kraft, Flexibilität, Koordination und Eigenwahrnehmung“, heißt es auf den Internetseiten des Deutschen Pilates Verbandes. Pilates sei für alle geeignet, auch für die, die nur wenig Sport in ihrem Leben gemacht haben und ihre Fitness, Beweglichkeit und Körperhaltung verbessern möchten. Ursprünglich wurde das Training bereits in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts unter dem Begriff „Contrology“ entwickelt und erst später nach seinem Erfinder benannt.

In den Anfängen haben besonders amerikanische Tänzer und Leistungssportler Pilates für sich entdeckt. Es waren übrigens etwa 500 Übungen, die sich Joseph Pilates für sein Training ausgedacht hat. Richtig populär wurde die Methode aber erst Ende der 1990er Jahre als bekannt wurde, dass auch Stars wie Madonna oder Sharon Stone sich damit fit halten. „Nach 10 Stunden fühlen Sie sich besser, nach 20 Stunden sehen Sie besser aus, nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper“, versprach Joseph Pilates. Heute sind Pilates-Kurse aus den meisten Fitnessstudios kaum mehr wegzudenken.

Di sechs Grundprinzipien

Kennzeichnend für das Pilates-Training sind langsame, fließende Bewegungen, die mit viel Konzentration, Körperspannung und bewusst kontrollierter Atmung ausgeführt werden müssen. Pilates formulierte sechs Grundprinzipien seines ganzheitlichen Körpertrainings:

  1. Der Bewegungsfluss. Die Bewegungen sollen geschmeidig, detailgenau und anmutig ausgeführt werden. So wird die Beweglichkeit gefördert.
  2. Die Zentrierung. Bewegungen gehen bildlich gesprochen immer vom Körperzentrum in Höhe des Bauchnabels aus.
  3. Die Atmung. Bei den Übungen soll bewusst tief ein- und ausgeatmet werden. So wirken sie auch entspannend.
  4. Die Kontrolle. Bewegungen sollen immer mit absoluter Körperkontrolle und -beherrschung ausgeführt werden. Das schützt auch vor Verletzungen.
  5. Die Genauigkeit. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, müssen selbst kleinste Bewegungen präzise ausgeführt werden.
  6. Die Konzentration. Sie ist die Voraussetzung für alle Prinzipien. Deshalb soll während des Trainings die Außenwelt am besten aus den Gedanken ausgeschlossen werden.

Bei jenen, die sich darauf einlassen, sorgt Pilates für mehr körperliche Fitness und mentale Ausgeglichenheit. Weil beim Training stets auf die Präzision der Bewegungen geachtet werden muss, ist es ratsam, sich als Laie zunächst professionell anleiten zu lassen. Dann können die Übungen auch zu Hause durchgeführt werden. Die Anleitung kann z. B. in Fitnessstudios oder bei Physiotherapeuten stattfinden, die Pilates-Kurse anbieten.