Pflege für Kopfhaut und Haare

Die gewöhnliche Schuppenbildung kann i.d.R. gut durch ein Antischuppenshampoo behoben werden, so dass keine lästigen Hornhautteilchen mehr durch den Kamm rieseln. (Foto: Fotolia / deagreez)
Die gewöhnliche Schuppenbildung kann i.d.R. gut durch ein Antischuppenshampoo behoben werden, so dass keine lästigen Hornhautteilchen mehr durch den Kamm rieseln. (Foto: Fotolia / deagreez)

Was hilft gegen Schuppen?

(dbp/ihs/fru) Vor allem im Herbst und Winter tritt ein dermatologisches Problem verstärkt auf: Kopfhautschuppen. Meistens handelt es sich um eine trockene, seltener fettige Kopfschuppung. Normalerweise sind diese Hautschuppen so klein, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann. Wenn sie einen größeren Durchmesser erreichen und sichtbar werden, liegt eine Überproduktion von Hornzellen vor. Wenn solche Schuppen auf dunkle Kleidung rieseln, empfinden das viele als ziemlich unappetitlich. Deshalb kann für viele Menschen die Schuppenbildung teilweise sehr belastend sein.

Verschiedene Ursachen denkbar

Für das Schuppenproblem gibt es mehrere Ursachen. Grundsätzlich sind Schuppen auf der Kopfhaut jedoch völlig normal. Hautzellen erneuern sich regelmäßig und dabei lösen sich ständig alte, abgestorbene Zellen ab. Von Kopfschuppen sprechen die Dermatologen (Hautärzte) erst, wenn die abgestorbenen Teile der Kopfhaut deutlich sichtbar in den Haaren hängen, vom Kopf rieseln oder auf den Kleidern haften. Diese Überproduktion von Hornzellen wird durch winzige, nur unter dem Mikroskop sichtbare Entzündungsprozesse ausgelöst.

Im Allgemeinen sind verschiedene Faktoren dafür verantwortlich, dass sich das Milieu der Kopfhaut verändert. So wirkt sich zum Beispiel Stress auf die Kopfhaut aus: Er führt zu einer erhöhten Talgproduktion mit Hautpilzvermehrung, was Kopfschuppen verursacht. Aber auch zu häufiges Haare waschen, aggressive Shampoos oder andere Pflegeprodukte können die Haut so sehr reizen, dass sich verstärkt Schuppen bilden. Es kann eine Unverträglichkeit gegen Bestandteile eines Shampoos oder gegen ein Haarfärbemittel vorliegen oder die Kopfhaut ist zu trocken. In manchen Familien treten Schuppen gehäuft auf, sodass man zudem von einer erblichen Veranlagung ausgehen kann.

Auch Erkrankungen der Kopfhaut möglich

Nur in seltenen Fällen liegt bei Schuppen eine echte Erkrankung der Kopfhaut vor. Manchmal ist ein Ekzem oder eine Schuppenflechte die Ursache für die lästigen Hautteilchen. Wenn die Kopfhaut juckt, stark gerötet ist, nässt oder sich Krusten oder festklebende Schuppen auf der Kopfhaut bilden, sollten Betroffene unbedingt einen Hautarzt aufsuchen. Dann muss diagnostiziert werden, ob eine Pilzerkrankung, Schuppenflechte, Neurodermitis oder eine Kontaktallergie vorliegt.

Solche Fälle sind nicht mit einem Antischuppenshampoo in den Griff zu bekommen, sondern nur mithilfe medizinischer Präparate oder – im Fall einer Allergie – das Vermeiden der Auslöser. Die sogenannte gewöhnliche Schuppenbildung hingegen kann in der Regel gut durch ein Antischuppenshampoo behoben werden. Dadurch werden die Schuppen regelmäßig abgelöst und Hefepilze reduziert. Bewährt hat sich außerdem – insbesondere bei zu trockener Kopfhaut – ein rückfettendes, beruhigendes Shampoo. Übrigens: Schuppen-Shampoos müssen nicht teuer sein. Die Stiftung Warentest hat Schuppen-Shampoos getestet. Testsieger wurde ein Shampoo vom Discounter.