Operation ist wichtigstes Behandlungsverfahren

Tabakrauch ist der größte Risikofaktor für Lungenkrebs. (Foto: Fotolia / nito)
Tabakrauch ist der größte Risikofaktor für Lungenkrebs. (Foto: Fotolia / nito)

Bei Lungenkrebs ist das Krankheitsstadium für den Therapieerfolg entscheidend.

(dbp/ihs/fru) Rauchen und intensives Passivrauchen sind die größten Risikofaktoren für Lungenkrebs. Schließlich sind im Tabakrauch zahlreiche krebserregende Substanzen enthalten, die sich teils erst nach der Verbrennung bilden. Aber auch am Arbeitsplatz kann es viele verschiedene chemische Substanzen geben, die beim Einatmen gesundheitsschädlich wirken. Dazu gehören Asbest, Arsen, Chrom und Nickel – Stoffe, die besonders in Kombination mit Rauchen gefährlich sind. Auch Schadstoffbelastungen in der Außenluft, wie z. B. Dieselruß und Feinstaub, erhöhen das Lungenkrebsrisiko.

Lungenkrebs wird eher zufällig entdeckt

Im Frühstadium verursacht Lungenkrebs selten Beschwerden. Tumoren (Karzinome) werden daher eher zufällig entdeckt. Ernst zu nehmende Symptome sind ein über Wochen anhaltender chronischer Husten, der nicht mit einer Bronchitis in Zusammenhang steht. Häufig klagen Patienten auch über Auswurf, Schmerzen, Fieberschübe, Atemnot, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust. Obwohl eine frühzeitige Diagnose des Lungenkarzinoms die Heilungschancen deutlich verbessert, gibt es aktuell keine geeignete Früherkennungsuntersuchung. Es gibt jedoch Hinweise, dass regelmäßige Computertomographien (CT) mit niedriger Strahlenbelastung Menschen mit einem hohen Lungenkrebsrisiko helfen könnten, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

 

„Die bisher vorliegenden Studien haben auch gezeigt: Hundertprozentige Sicherheit bieten regelmäßige CTs nicht. Letztlich kann die Untersuchung nicht garantieren, dass ein Mensch wirklich tumorfrei ist. Insbesondere kleinzelliger Lungenkrebs wird in früheren Stadien selbst bei wiederholten Untersuchungen oft gar nicht entdeckt“, heißt es dazu auf den Internetseiten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

 

Verschiedene Behandlungsmethoden

 

In den letzten Jahren hat sich in der Behandlung von Lungenkrebspatienten viel getan. Die Therapien sind wesentlich verträglicher und werden individueller als noch vor einigen Jahren auf den Tumor des Patienten abgestimmt. Die Behandlung eines bösartigen Lungentumors sollte deshalb nur an einer Fachklinik mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden – sowohl in der Chirurgie als auch bei der Strahlen- oder Chemotherapie. Im Allgemeinen ist eine Operation bei der Behandlung von Lungenkrebs immer noch die beste Option.

 

Das kleinzellige Lungenkarzinom hat wegen seines schnellen Wachstums und der frühen Bildung von Tochtergeschwülsten eine eher schlechte Heilungschance. Wenn der Tumor bereits Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat, wie sie häufig beim kleinzelligen Lungenkarzinom auftreten, wird eine Operation nicht empfohlen. Daher ist hier die Chemotherapie – häufig in Kombination mit einer Bestrahlung – die wichtigste Behandlungsmethode. Beim nicht-kleinzelligen Karzinom hingegen kann oft auch im fortgeschrittenen Stadium noch operiert werden.

 

Wie ausgedehnt operiert werden muss, zeigt sich oft erst während des Eingriffs. So kann es erforderlich sein, dass wesentlich mehr Lungengewebe oder umgebene Strukturen (Thoraxwand, Herzbeutel) entfernt werden müssen als gedacht. Das Vorgehen bei der Operation richtet sich nach Größe und Sitz des Tumors. Die Spezialisten sind heute bemüht, möglichst viel von dem Organ zu erhalten bzw. jene Teile der Lunge, die nicht befallen sind, wieder anzunähen.

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Online-Informationen des Bundesverbands der Pneumologen unter https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/copd/was-ist-copd/ ff., des Deutschen Krebsinformationsdienstes unter www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/behandlung-uebersicht.php. (alle abgerufen Oktober 2017)