Nicht nur Pizzabelag

Artischockenextrakt hat auch eine positive medizinische Wirkung. Es gibt ihn in Form von Kapseln, Tropfen oder Dragees, z. B. in Apotheken und Reformhäusern. (Foto: Fotolia / pat_hastings)
Artischockenextrakt hat auch eine positive medizinische Wirkung. Es gibt ihn in Form von Kapseln, Tropfen oder Dragees, z. B. in Apotheken und Reformhäusern. (Foto: Fotolia / pat_hastings)

Die Artischocke hilft vor allem bei Gallenproblemen.

(dbp/fru) Ursprünglich aus dem Orient stammend, ist die Artischocke eine bis zu zwei Meter hohe, distelartige Staude. Als beliebtes Gemüse landet sie hierzulande regelmäßig auf dem Tisch. Die Blütenböden werden oft als Pizzabelag verwendet, die fleischigen Blütenblätter in Salaten, Vor- und Hauptspeisen verarbeitet. Insbesondere die Artischockenblätter haben jedoch auch eine medizinische Wirkung, besonders als Artischockenextrakt. Die Arzneipflanze des Jahres 2003 ist nämlich vor allem reich an Bitterstoffen (Hauptwirkstoff ist Cynarin), Flavonoiden, Vitaminen und Mineralstoffen.

Verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung

Die Artischockenblätter beeinflussen die Gallen- und Lebergesundheit positiv. Sie wirken insgesamt blutfett- und cholesterinsenkend, fördern den Gallefluss, schützen die Leber und helfen ihr, sich zu regenerieren. Die Bitterstoffe der Artischockenblätter regen auch die Bauchspeicheldrüse an, Verdauungssäfte auszuschütten. Besonders die Königsartischocke verfügt über eine hohe Konzentration an positiven Wirkstoffen.

Die Wurzeln der Artischocke können ebenfalls zur Behandlung von Verdauungsstörungen und sogar von rheumatischen Beschwerden genutzt werden. Heute finden sich Artischocken- und Königsartischockenextrakte in einer Vielzahl von Arzneipräparaten. Es gibt sie in Apotheken und in Reformhäusern z. B. als Kapseln oder Dragees in unterschiedlicher Dosierung, aber auch in Form von Tropfen, die die Fettverdauung unterstützen. Auch die Zubereitung von Artischockentee bietet sich an.

„Die Artischocke ist eine Heilpflanze, die äußerst gut verträglich ist. Lediglich bei einer Allergie gegen Korbblütler ist Vorsicht geboten. Außerdem sollten Patienten, die an Gallensteinen leiden, Präparate mit Artischocke nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen“, erklärt der Deutsche Verlag für Gesundheit und Ernährung auf seinen Internetseiten www.heilpflanzen-online.com.