Neue Hüfte bringt Bewegung ins Leben

Wer wieder schmerzfrei gehen kann, bewegt sich gern. (Foto: Bilderbox)
Wer wieder schmerzfrei gehen kann, bewegt sich gern. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Immer mehr Patienten, die eine Hüftimplantation bekommen, entdecken ihre Freude an regelmäßiger Bewegung.

Zumindest bestätigt eine Schweizer Studie, dass die Zahl der Bewegungsmuffel vor und nach einer solchen Operation in den vergangenen Jahren gesunken ist.

Studienautorin Anne Lübbeke-Wolff von der Genfer Universitätsklinik hat die Ergebnisse beim Europäischen Orthopädiekongress vorgestellt. Sie und ihr Team hatten seit mehr als zehn Jahren den Lebensstil von gut 2.900 Patienten vor und 1.600 Patienten nach einer Hüftimplantation untersucht. Die Probanden waren im Schnitt 68 Jahre alt.

Weniger Bewegungsmuffel

Gaben zwischen den Jahren 2000 und 2003 noch 68 Prozent der Patienten an, Bewegungsmuffel zu sein, waren es zwischen 2007 und 2011 nur noch 54 Prozent. Unter denen, die fünf Jahre nach der Operation zu ihrem Bewegungsverhalten befragt wurden, sank der Anteil der Bewegungsmuffel von 53 auf 39 Prozent. „Die Gründe dafür sind vielschichtig“, sagt Professor Pierre Hoffmeyer von der Genfer Uniklinik. Einerseits hätten die Patienten zunehmend einen besseren Allgemeinzustand. „Gleichzeitig scheint sich auch das Bewusstsein in der Bevölkerung durchzusetzen, wie wichtig körperliche Betätigung ist.“

Die Studie beweise zudem, dass eine Hüftimplantation die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern kann. Der Grad körperlicher Bewegung sei bei den Patienten auch zehn Jahre nach der Operation und trotz fortschreitenden Alters weitaus höher als direkt vor dem Eingriff, so Lübbeke-Wolff.