Nach Schlaganfall beidseitig Blutdruck messen

Ist der Blutdruck an beiden Armen gleich? (Foto: RB-Pictures / Fotolia)
Ist der Blutdruck an beiden Armen gleich? (Foto: RB-Pictures / Fotolia)

(dbp/spo) Wer bereits einen Schlaganfall hinter sich hat, sollte regelmäßig an beiden Armen seinen Blutdruck kontrollieren.

Weichen die Werte um 10 mmHg voneinander ab, kann das ein Alarmzeichen sein – das sagt der Vorsitzende des Bundesverbands niedergelassener Kardiologen, Dr. Norbert Smetak.

Entsprechend vorbelastete Patienten, bei denen sich die diastolischen, also die unteren Werte, auf beiden Körperseiten mehr als 10 mmHg unterscheiden, haben ein erhöhtes Sterberisiko. Der Grund: Die Druckunterschiede „weisen auf eine arterielle Gefäßschädigung auf der Körperseite hin, an der der geringere Blutdruck auftritt“, so Dr. Smetak. „Oft ist bei solchen Patienten im Vergleich zu Gesunden auch die Halsschlagader stärker versteift und die linke Herzkammer vergrößert.“ Das beidseitige Blutdruckmessen helfe, diejenigen mit einem erhöhten Risiko schneller ermitteln und dann entsprechend behandeln zu können.

Während der systolische Blutdruck bei der Anspannung der Muskulatur in der linken Herzkammer entsteht, ist der diastolische Blutdruck jener Druck, dem das Gefäßsystem bei der Erschlaffung des Herzmuskels ausgesetzt ist – also sozusagen der permanente Basisdruck. Abweichungen beim diastolischen Wert haben deshalb einen besonders schädlichen Einfluss auf das koronare Herzsystem.