Nach Konisation gegen HPV impfen lassen

Auch postoperativ kann eine HPV-Impfung empfehlenswert sein. (Foto: N-Media-Images / Fotolia)
Auch postoperativ kann eine HPV-Impfung empfehlenswert sein. (Foto: N-Media-Images / Fotolia)

(dbp/auh) Nach einer Konisation haben Frauen ein hohes Risiko, sich erneut mit HPV (humane Papillomaviren) anzustecken.

Gegen einige dieser Viren, die unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen können, gibt es eine Schutzimpfung.

Nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) trägt die HPV-Impfung nach einer Konisation dazu bei, das Wiedererkrankungsrisiko deutlich zu senken. Aus diesem Grund empfehlen die Gynäkologen diese sogenannte Postkonisationsprophylaxe.

Der BVF bezieht sich auf eine von der Klinik für Gynäkologie der Charité in Berlin durchgeführte Auswertungen von Studien zur Wirkung beider verfügbarer HPV-Impfstoffe (Gardasil und Cervarix). Das Ergebnis: Zwar wird durch die Impfung die Entwicklung der aktuellen Infektion und Dysplasie (Zellveränderung) nicht direkt beeinflusst, aber nach einer Therapie (Konisation) hatten diese Frauen eine erheblich geringere Wiedererkrankungsrate.

Die beiden Impfstoffe sind ab dem neunten Lebensjahr für beide Geschlechter europaweit ohne Altersbegrenzung nach oben zugelassen. Die Kosten werden aber in Deutschland derzeit nur bis zu einem Alter von 17 Lebensjahren erstattet. Einige Krankenkassen finanzieren aber die HPV-Impfung auch außerhalb der genannten Altersspanne nach Einzelfallentscheidung. Eine Anfrage zur Kostenübernahme bei der Krankenversicherung lohnt sich in jedem Fall. Eine Vorlage für ein Antragsformular zur Übernahme der HPV-Impfung durch die Krankenkassen steht im Internet unter www.frauenaerzte-im-netz.de/de_gebaermutterhalskrebs-postkonisationsprophylaxe_1222.html.