Müde und miesepetrig? Die Winterdepression lässt grüßen

Lichtmangel im Winter kann zu depressiver Stimmung führen. (Foto: Bilderbox)
Lichtmangel im Winter kann zu depressiver Stimmung führen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Tagesmüdigkeit, depressive Stimmungen, Angstzustände und Heißhunger auf Speisen mit vielen Kohlenhydraten: Das sind die typischen Symptome einer Herbst-Winterdepression.

Wer darunter stark leidet, sollte über ärztliche Hilfe nachdenken.

Mediziner nennen die Herbst-Winterdepression auch Seasonal Affective Disorder (saisonale emotionale Störung, kurz SAD). Schätzungen zufolge sind hierzulande zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung von einer milden Form betroffen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) mit.

Lichttherapie kann helfen

Weitere fünf Prozent leiden in den dunklen Herbst- und Wintermonaten sogar an einer ausgeprägten depressiven Episode. Als SAD diagnostiziert werde diese aber erst, wenn die Episoden mindestens zwei Jahre lang im Herbst und Winter aufgetreten sind und im Sommerhalbjahr nicht. Menschen, die von der SAD im Alltag stark einschränkt werden oder einen hohen Leidensdruck verspüren, sollten sich an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wenden, rät die DGPPN. Meist können eine Therapie mit UV-Licht oder Antidepressiva helfen.

Wer einer SAD vorbeugen oder die Symptome bekämpfen will, sollte möglichst viel ans Licht gehen. Hilfreich sind regelmäßige Spaziergänge draußen – auch wenn der Himmel nur bedeckt ist.