Morgendliches Husten kann Warnsignal sein

Hustenreiz am Morgen kann auf eine Erkrankung der Atemwege hindeuten. (Foto: absolutimages / Fotolia)
Hustenreiz am Morgen kann auf eine Erkrankung der Atemwege hindeuten. (Foto: absolutimages / Fotolia)

Die unheilbare Lungenkrankheit COPD trifft fast jeden zweiten lebenslangen Raucher

(dbp/auh) Viele Raucher müssen morgens etwas Schleim abhusten und finden das ganz normal. Doch dieser scheinbar harmlose Raucherhusten kann Symptom einer chronischen Bronchitis und damit Vorbote von COPD sein.

Lungenkrankheiten verursachen jährlich 600.000 Todesfälle in den 28 Staaten der Europäischen Union. Lungenkrebs und die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) sind die Hauptursachen für diese Sterbefälle, gefolgt von Infektionen des unteren Atemtrakts (zum Beispiel Lungenentzündung) und Tuberkulose.

Nach Angaben aus der Broschüre „Lunge und Gesundheit in Europa – Fakten und Zahlen“ entwickelt fast jeder zweite lebenslange Raucher eine COPD, verglichen mit jedem zehnten Nichtraucher. In 15 bis 20 Prozent aller Fälle von COPD sind berufsbedingte Belastungen die Krankheitsursache: Staub, Dämpfe, Chemikalien oder andere Schadstoffe in der Luft. Für einen kleinen Teil der COPD-Patienten spielt die genetische Veranlagung eine Rolle: Die angeborene Erbkrankheit „Alpha-1-Antitrypsin-Mangel“ kann bei Erwachsenen zu einem Lungenemphysem führen.

COPD ist bislang nicht heilbar, der Krankheitsverlauf kann aber durch moderne Therapien deutlich gemildert werden. Es gibt viele verschiedene Ausprägungen der Krankheit. COPD hat sich als Oberbegriff eingebürgert für eine dauerhafte, fortschreitende Lungenerkrankung mit Einengung der Atemwege, die auch mit Medikamenten nicht rückgängig zu machen ist.

Sie kann entweder auf Grundlage einer chronischen Bronchitis oder eines Lungenemphysems entstehen. Möglich ist auch, dass chronische Bronchitis und Lungenemphysem zusammen auftreten.

COPD mit chronischer Bronchitis

Die chronische Bronchitis ist das Ergebnis einer ständigen Reizung der Schleimhaut, die die Atemwege auskleidet. Wegen der dauernden Entzündung funktioniert der Selbstreinigungsprozess nicht mehr. Schleim, der normalerweise von den Flimmerhärchen weggeschafft wird, bleibt stecken und sammelt sich. Erst in der Nacht – wenn mehrere Stunden lang nicht geraucht wurde – startet der Reinigungsprozess. Morgens muss der angesammelte Schleim dann abgehustet werden.

Irgendwann können sich die Flimmerhärchen nicht mehr erholen. Die Atemwege verengen sich dauerhaft. Die Folge ist Atemnot bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe.

COPD mit Lungenemphysem

Das Lungenemphysem tritt nach Angaben des Portals www.lungenaerzte-im-netz.de meist im Zusammenhang mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis auf. Auch diese Erkrankung ist nicht heilbar. „Typische Symptome sind Atemnot vor allem bei körperlicher Belastung, Erschöpfbarkeit und in fortgeschrittenen Stadien Gewichtsabnahme“, so die Lungenärzte.

Die Atembeschwerden beim Ausatmen führen dazu, dass nicht genug „frische“ Luft eingeatmet werden kann. Dadurch sinkt auf Dauer der Sauerstoffgehalt im Blut.

Egal, ob Raucher, Ex-Raucher oder Nichtraucher: Bei Symptomen wie Atemnot, dauerhaftem Husten oder rascher Erschöpfbarkeit sollte jeder zum Arzt gehen und seine Lungenfunktion messen lassen.