Mobil trotz Handicap

Ob Gehstock oder Rollator: Wer solche Hilfsmittel nutzt, kann trotz körperlicher Einschränkungen länger mobil bleiben. (Foto: P. Atkins/Fotolia)
Ob Gehstock oder Rollator: Wer solche Hilfsmittel nutzt, kann trotz körperlicher Einschränkungen länger mobil bleiben. (Foto: P. Atkins/Fotolia)

Wie ein bisschen Technik helfen kann, selbstständig zu bleiben

(dbp/spo) Im Alltag mobil sein, nicht ständig nach Hilfe fragen müssen – wie wertvoll das für die Lebensqualität ist, wird vielen erst bewusst, wenn durch Krankheit oder das Alter körperliche Handicaps auftreten. Doch auch Gehbehinderte oder Menschen, denen einfach nur die Kräfte schwinden, können sich viel Selbstständigkeit erhalten, wenn sie auf technische Helfer zurückgreifen. Einige Beispiele.

• Einkaufstrolleys

Man muss keine Behinderung haben, um die Vorteile eines Einkaufstrolleys zu schätzen: keine schiefe Haltung durch einseitig schwere Lasten, weniger Rückenschmerzen. Die Einkäufe werden einfach hinterhergezogen. Hochwertige Trolleys verfügen über leichtläufige Räder, ein robustes Gestänge und teils Kühlakkus oder Thermofächer für den Transport empfindlicher Lebensmittel. Je nach Ausstattung kosten Trolleys zwischen 20 und 200 Euro.

• Gehstöcke

Der Gehstock ist der Klassiker unter den Gehhilfen, und gibt Menschen mit Balanceproblemen mehr Sicherheit. Moderne Stöcke sind höhenverstellbar. Auf Wunsch gibt es anatomisch geformte Soft-Griffe, die die Handballen entlasten, oder zusätzliche Stützen für die Unterarme. Noch mehr Standsicherheit bieten Stöcke mit drei, vier oder gar fünf Füßen. Für Menschen, die etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen, gibt es hochstabile XXL-Stöcke. Je nach Ausarbeitung kostet ein Gehstock zwischen 15 und 100 Euro.

• Rollatoren

Vier Räder, zwei Schiebegriffe mit Handbremse, ein Körbchen und ein Platz zum Sitzen: Der Rollator gehört inzwischen zu den wichtigsten Hilfsmitteln für Menschen mit unsicherem Gang oder einer Gehbehinderung. Er gibt Halt, passt sich stets dem Tempo des Benutzers an und erleichtert Alltagsaktivitäten wie das Einkaufen oder den Spaziergang inklusive Sitzpausen. Rollatoren gibt es klein und gelenkig mit Einhandbremse für drinnen, sowie auch robust mit großen weichen Rädern für draußen.

Es ist sinnvoll, sich bei der Auswahl im Fachhandel beraten zu lassen, denn der Rollator sollte zu den persönlichen Ansprüchen passen. Muss er zum Beispiel oft im Auto transportiert werden, ist es besser, ein leichteres, schnell klappbares Gerät zu wählen. Wer Wert auf den Sitzkomfort legt, nimmt vielleicht eher eines mit guter Polsterung. Die Auswahl an Zubehör ist groß: zusätzliche Taschen, Rückenlehnen, Tabletts, Getränke-, Gehstock- oder Schirmhalter und vieles mehr. Preislich liegen Rollatoren zwischen 70 und 450 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen bei einer ärztlichen Verordnung oft nur einen vom Sanitätshaus gemieteten Standard-Rollator.

• Pedelecs/E-Bikes

Wer längere Strecken zurücklegen möchte und sich mit dem normalen Fahrrad nicht mehr kräftig genug fühlt, für den könnten Elektrofahrräder eine Lösung sein. Damit lassen sich auch kleine Berge oder längere Wege zum Supermarkt ohne Probleme überwinden. Unterschieden wird zwischen Pedelecs (Pedal Electric Cycle) und E-Bikes. Pedelecs haben einen eingebauten Hilfsmotor, der nur anspringt, wenn der Fahrer aktiv radelt. E-Bikes hingegen fahren auch ohne Tritt in die Pedale. Elektrofahrräder kosten zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Euro.