Mittelohrentzündung tritt häufig bei Kindern auf

Bei einer Mittelohrentzündung greifen sich kleinere Kinder häufig ans Ohr, weil sie dort Schmerzen haben. (Foto: Fotolia / Robert Kneschke)
Bei einer Mittelohrentzündung greifen sich kleinere Kinder häufig ans Ohr, weil sie dort Schmerzen haben. (Foto: Fotolia / Robert Kneschke)

(dbp/fru) Ein plötzlich einsetzender pulsierender bzw. stechender Schmerz in einem oder beiden Ohren ist meist ein Symptom für eine Mittelohrentzündung.

Acht von zehn Kindern erkranken im Laufe ihrer Kindheit mindestens einmal an einer akuten Mittelohrentzündung. Oft ist neben den starken Schmerzen auch eine Minderung der Hörfähigkeit zu beobachten. „Die Schmerzen können von Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Ohrgeräuschen, Kopfschmerzen, Herzrasen und einem schlechten Allgemeinbefinden begleitet sein“, erklären die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte auf ihren Internetseiten www.hno-aerzte-im-netz.de.

Beschwerden bessern sich innerhalb von drei Tagen

Als Ursache für eine Mittelohrentzündung gelten Infekte, die durch Viren (z. B. Grippe oder Herpes-Viren) verursacht werden. Wenn dann auch noch Bakterien im Spiel sind, spricht man von einer sogenannten Superinfektion. Bei etwa 80% der Patienten bessern sich die Beschwerden innerhalb der ersten drei Tage. Da eine Mittelohrentzündung auch chronisch werden und in Einzelfällen sogar zu einer schweren Hörstörung führen kann, sollte man bei Ohrenschmerzen immer einen Arzt zu Rate ziehen – und umso mehr, wenn Kinder betroffen sind.

„Bei kleineren Kindern ist typisch, dass sie sich häufig ans Ohr greifen, weil sie dort Schmerzen haben. Bei Babys, die sich ja noch nicht äußern können, sollte man im Rahmen eines Infektes an eine Mittelohrentzündung denken, wenn das Kind heftig schreit, nachdem es die Mutter hingelegt hat“, raten die „Kinder- & Jugendärzte im Netz“. Zur Behandlung werden häufig abschwellende Nasentropfen oder -sprays, ein Schmerzmittel und evtl. schleimlösende Medikamente verordnet. Teilweise kann auch ein Antibiotikum erforderlich sein. Wärme in Form von Rotlicht oder einem Traubenkernkissen kann die Symptome ebenfalls lindern, genauso wie Zwiebelwickel. Zur Vorbeugung einer Mittelohrentzündung sollten Ohren nur im äußeren Bereich vorsichtig gereinigt werden. Wattestäbchen haben im Innenohr nichts zu suchen. Bei Säuglingen schützt Stillen vor Mittelohrentzündungen, da es insgesamt das Immunsystem des Kindes stärkt.

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