Mit Grünem Star am Steuer: Scheinwerfer an!

In der Dämmerung Auto zu fahren kann für Menschen mit Augenerkrankungen gefährlich werden. (Foto: bifi / Fotolia)
In der Dämmerung Auto zu fahren kann für Menschen mit Augenerkrankungen gefährlich werden. (Foto: bifi / Fotolia)

(dbp/spo) Autofahrer, die an Augenerkrankungen wie Grünem Star oder AMD leiden, müssen besonders vorsichtig sein. Um auf den Straßen sicher unterwegs zu sein, sollten sie einige Dinge beachten.

Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zum Beispiel mindert die Sehschärfe und sorgt auch für ein schlechteres Sehen in der Dämmerung, teilt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) mit. Beim Grünen Star wiederum kommt es zu „Lücken“ im Gesichtsfeld. Weil das Gehirn diese aber automatisch mit Informationen auffüllt, merken die Betroffene davon manchmal gar nichts.

Im Straßenverkehr kann jedoch beides gefährlich werden: Wer nicht scharf sieht, kann die Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer nicht richtig einschätzen. Das ist fatal, wenn es etwa zu einem Überholmanöver kommt. Wer Ausfälle im Gesichtsfeld hat, kann andere Autos, Radfahrer oder Fußgänger schlichtweg übersehen.

Tagsüber fahren und Scheiben gut putzen

Die DOG rät deshalb den Betroffenen, auch tagsüber mit Scheinwerferlicht zu fahren, um selbst besser gesehen zu werden. Darüber hinaus ist es für manche Betroffene besser, nur noch tagsüber und auf bekannten Strecken zu fahren sowie Überholmanöver zu vermeiden. Brille und Windschutzscheibe müssen zudem regelmäßig geputzt werden – gepaart mit schlechtem Wetter können schmutzige Scheiben und Gläser laut DOG sonst den Lichteinfall ins Auge um mehr als zwanzig Prozent verringern.

Wenn sich die Sehfähigkeit der Patienten weiter verschlechtert, muss der behandelnde Arzt gegebenenfalls ein Fahrverbot aussprechen.