Mit diesem Workout purzeln die Pfunde

Das Besondere beim Step-Aerobic ist der sogenannte „Step“ - eine runde oder eckige Plattform, die es in unterschiedlichen Höhen gibt und das Training noch effektiver macht. (Foto: Syda Productions / Fotolia)
Das Besondere beim Step-Aerobic ist der sogenannte „Step“ - eine runde oder eckige Plattform, die es in unterschiedlichen Höhen gibt und das Training noch effektiver macht. (Foto: Syda Productions / Fotolia)

Step-Aerobic ist ein prima Fettverbrenner – und der Po wird dabei auch noch gestrafft.

(dbp/nas) Dass ein Sport namens „Aerobic“ einmal weltweit Millionen Menschen begeistern würde, noch dazu in allen möglichen Variationen – das hätte sich wohl weder der „Vater“ des Konzepts, der amerikanische Arzt Dr. Kenneth Cooper träumen lassen, noch Schauspielerin Jane Fonda, die „Aerobic“ mit ihren Videos Anfang der 80er Jahre weltweit berühmt machte. Längst gibt es diverse Weiterentwicklungen von Aqua- und Box-Aerobic bis hin zu Zumba.

Die Variante „Step-Aerobic“ ist ein Training, bei dem choreografierte Bewegungen mit bzw. auf dem sogenannten „Step“ ausgeführt werden. Das ist ein gutes Training fürs Herz-Kreislauf-System, strafft vor allem den Po und verbrennt ordentlich Kalorien. Oder um es mit den Worten von Angelika Hartmann von der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung zu sagen: „Ganz viel Power und ganz viel Spaß“.

Bewegungsabläufe erfordern Koordination

Das „Aerobic“ im Namen bezieht sich auf Coopers Idee, ein aerobes Training zur Stärkung von Herz und Lunge zu entwickeln – ein Training also, bei dem mindestens so viel Sauerstoff aufgenommen wird, wie der Körper verbraucht. Dabei werden dann Kohlenhydrate und Fette verbrannt. Das Besondere beim Step-Aerobic ist der „Step“. Das ist eine runde oder eckige Plattform, die es in unterschiedlichen Höhen gibt. Sie macht das Training noch effektiver, insbesondere für den Po – und zudem auch gelenkschonender.

Zu Beginn der Aerobic-Welle ging das Training ordentlich auf die Knochen, im wahrsten Sinn des Wortes, wie Angelika Hartmann erklärt. Die Weiterentwicklungen fokussierten sich deshalb vor allem darauf, die Gelenke weniger zu belasten. Step-Aerobic kombiniert Bewegungsabläufe zu Musik mit dem Element des „Step“. Und während die Choreografien in der Anfangszeit noch recht einfach gewesen seien, fordere Step-Aerobic heute eine hohe Koordinationsfähigkeit, sagt die Fitnesstrainerin. Inzwischen sind aber auch schon viele weitere Varianten entstanden, die sich „Step & Shape“ oder „Step & Burn“ nennen und andere Schwerpunkte haben. Zum Teil wird auch mit Hanteln die Ausdauer trainiert.

Choreografie lässt sich erlernen

Ein gewisses Rhythmusgefühl sollte man auf jeden Fall besitzen, wenn man sich für das klassische Step-Aerobic entscheidet, so Hartmann. Die Choreografien lernt man dann mit der Zeit – eine gewisse Regelmäßigkeit im Training ist da hilfreich. Bei der Auswahl des Anbieters rät die Expertin, darauf zu achten, dass der Trainer auf den Neuling eingeht – nachfragt, was der schon an Sport gemacht hat und ob es körperliche Beeinträchtigungen gibt. Für Menschen mit Problemen im Rücken oder in den Knie- und Fußgelenken ist Step-Aerobic nämlich weniger geeignet. Und: „Der Trainer muss ein Entertainer sein“, sagt Angelika Hartmann. Der aber nicht nur gute Stimmung verbreitet, sondern die einzelnen Elemente auch verbal gut vermitteln kann, gerade für Einsteiger.

Wichtig beim Step-Aerobic ist festes Schuhwerk. Trainingsstunden werden sowohl in Fitness-Studios wie auch bei Sport-Vereinen angeboten. Wem die Bewegung zur Musik liegt und dabei seine Ausdauer trainieren möchte, der sollte eine Schnupperstunde besuchen. Je nach Intensität des Trainings und körperlicher Konstitution des Trainierenden werden übrigens bis zu 800 Kalorien pro Stunde verbrannt.