Methoden zum Rauchstopp

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch Senioren profitieren noch vom Rauchstopp. (Foto: Fotolia / djoronimo)
Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch Senioren profitieren noch vom Rauchstopp. (Foto: Fotolia / djoronimo)

Es gibt eine Vielzahl von Entwöhnungshilfen

(iwg/fru) Viele Menschen scheitern immer wieder daran, mit dem Rauchen aufzuhören. Das ist auch kein Wunder, denn vom Glimmstängel wegzukommen ist nämlich gar nicht so einfach. Das in Zigaretten enthaltene Nikotin erzeugt bei bis zu 80% aller Raucher eine Abhängigkeit und hat damit ein sehr hohes Suchtpotenzial. Neben dem Nikotin enthalten Zigaretten etwa 5.000 weitere Substanzen, wovon mindestens 30 gesichert krebserregend sind. Deshalb lohnt es sich jederzeit mit dem Rauchen aufzuhören. An den Möglichkeiten sollte es zumindest nicht scheitern. Denn neben dem einfachen „Ich hör jetzt auf!“ – und man zündet sich tatsächlich nie wieder eine Zigarette an – gibt es auch viele prozessbegleitende Maßnahmen.

Auch mit 60 Jahren lohnt sich der Rauchstopp

„Für einen Rauchstopp ist es nie zu spät“, erklärt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihren Internetseiten www.rauchfrei-info.de. Denn wissenschaftliche Untersuchungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigen immer wieder, dass es sich auch im hohen Alter noch lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören. So ist z. B. das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, für Raucher über 60 Jahren etwa doppelt so hoch wie für Personen, die nie in ihrem Leben geraucht haben. Zudem zeigt sich auch ein sogenannter „Dosis-Wirkungs-Zusammenhang“: Je mehr Zigaretten die Personen in ihrem bisherigen Leben geraucht haben, desto deutlicher steigt ihr Risiko für einen Herztod.

Nach dem Rauchstopp hingegen geht das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, stetig zurück. So ist es durchschnittlich gegenüber dem Risiko von lebenslangen Nichtraucherinnen und Nichtrauchern noch um etwa ein Drittel erhöht. Dabei gilt: Je länger die letzte Zigarette zurückliegt, desto geringer ist dieses Risiko. Und so gelten für Senioren beim Rauchstopp folgende Mottos: „Besser spät als nie mit dem Rauchen aufhören“ und „Je früher, desto besser“.

Verhaltenstherapien & Co.

Auf dem Weg zum Nichtraucher gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Kippe loszuwerden. So wird bei Verhaltenstherapien davon ausgegangen, dass Rauchen ein erlerntes Verhalten ist und im Rahmen eines therapeutischen Prozesses auch wieder „verlernt“ werden kann. „Ein erster typischer Schritt eines verhaltenstherapeutisch orientierten Programms besteht darin, sich das eigene Rauchverhalten bewusst zu machen“, erklärt die BZgA. So wird zunächst geschaut, welche Funktionen die Zigarette im Leben des Rauchers übernommen hat. Danach geht es darum, neue Verhaltensweisen zu entwickeln, die die alten Muster ersetzen. So wird gemeinsam mit dem Therapeuten nach Möglichkeiten gesucht, Rückzugsräume im Alltag zu erleben, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, den Tag zu strukturieren und so weiter.

Neben Verhaltenstherapien gibt es auch zahlreiche weitere Behandlungsmethoden. Bei der Nikotinersatztherapie wird anhand von Nikotinersatzprodukten wie Nikotinpflastern und Nikotinkaugummis das Nikotin aus der Zigarette ersetzt. Sie enthalten außerdem keinen Teer, kein Kohlenmonoxid und keine der vielen im Tabakrauch enthaltenen krebserregenden Substanzen. Neben diesen Nikotinersatzpräparaten gibt es auch Medikamente, die die Entzugsstörungen und das Rauchverlangen nach einem Rauchstopp abmildern können. Einige Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, greifen für ihren Ausstieg auf Hypnose zurück, andere wiederrum berichten von guten Ergebnissen nach einer Akupunktur-Behandlung. In jedem Fall ist es empfehlenswert, sich beim Rauchstopp ärztlich begleiten zu lassen.