Mehr als ein Ausgleichssport

Einfach mal ausprobieren! Fast jede der bundesweit etwa 400 öffentlichen Golfanlagen bietet Schnupperkurse für die ganze Familie an. (Foto: Fotolia / alexsokolov)
Einfach mal ausprobieren! Fast jede der bundesweit etwa 400 öffentlichen Golfanlagen bietet Schnupperkurse für die ganze Familie an. (Foto: Fotolia / alexsokolov)

Beim Golfen kann man sich zugleich entspannen und seine Fitness steigern.

(iwg/fru) Was verstehen Sie unter Sport? Nun, die Antwort darauf dürfte für jeden sehr individuell ausfallen. Wenn Sie unter Sport das Verbrennen von vielen Kalorien verstehen und am Ende der sportlichen Tätigkeit ein Verspüren von Müdigkeit voraussetzen, dann sollten Sie es mit Golfen probieren. Bevor Sie nun die Stirn runzeln, halten Sie sich Folgendes vor Augen: Bei einer 18-Loch-Golfrunde kommen etwa acht bis zehn Kilometer Gehweg zusammen. Dabei muss ein etwa Zehn-Kilo-Schlägerset transportiert werden. Und bei jedem korrekt ausgeführten Schlag werden mehr als 120 Muskeln angespannt. Jetzt schon Schweißperlen auf der Stirn? Dann geht es Ihnen wie vielen der mittlerweile ca. 650.000 Golfer in Deutschland.

Training von Kopf bis Fuß

Golf fördert Beweglichkeit, Kraft, Koordination, Konzentration und nicht zuletzt auch Ausdauer, denn nur dann gelingen auch noch am Schluss der Runde perfekte Schläge. Das Schöne am Golfen: Jeder kann sein eigenes Tempo festlegen und für das Schlägerset gibt es Trolleys, die den Transport erleichtern. Für Senioren und Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, helfen Golfcarts beim Transport und der Fortbewegung auf den Fairways.

„Moderate Ausdauersportarten, bei denen sich Überanstrengungen vergleichsweise einfach vermeiden lassen, sind ideal: Sie stärken das Herz-Kreislaufsystem und können auch im höheren Lebensalter noch ohne Weiteres begonnen werden“, heißt es auf der Internetseite Golfsportmagazin.de. Golfspielen senkt im Vergleich zu anderen Ausdauersportarten auch den Cortisol-Spiegel. Cortisol gilt als Stresshormon. Zudem werden beim Golfspielen, unabhängig von Körpergröße, Handicap und Alter des Golfers, die Glückshormone Serotonin und Dopamin erhöht, was ebenfalls dem Stress und somit dem Herzinfarktrisiko entgegenwirkt. Golfen hält also nicht nur gesund, es macht auch glücklich.

Golfer haben höhere Lebenserwartung

Eine schwedische Studie hat sogar herausgefunden, dass Golfsport die Lebenserwartung erhöht. Das ist nicht verwunderlich, denn körperliche Bewegung hält länger fit. Die Entwicklung von zahlreichen Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Demenz oder Herz-Kreislauferkrankungen wird durch die sportliche Betätigung eingedämmt. Golfen erhöht auch die Konzentrationsfähigkeit und verbessert die Aufmerksamkeitsspanne. Und nicht zuletzt ist auch die Umgebung im Grünen bei frischer Luft gesundheitsfördernd.

Golf ist für die ganze Familie geeignet. Fast jede der bundesweit etwa 400 öffentlichen Golfanlagen bietet Schnupperkurse an, was es leicht macht, den Sport einfach mal auszuprobieren. Professionelle Trainer leiten Anfänger gerne an und erklären alles rund um den Sport. Die Kosten für Ausrüstung und Mitgliedschaft in einem Golf-Club variieren sehr stark. Hier lohnt es sich zu vergleichen und nach Angeboten von Golfclubs in der Region Ausschau zu halten. Wen einmal das Golffieber gepackt hat, den lässt es nicht mehr so leicht wieder los. Die Gefahr dabei: übertriebener Ehrgeiz! Dieser kann langfristig die Freude am Golfen trüben und verhindert damit das Entspannen bei dieser sportlichen Betätigung.