Manche Medikamente müssen in den Kühlschrank

Hier passt noch etwas Medizin hinein. (Foto: Bilderbox)
Hier passt noch etwas Medizin hinein. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Kühlpflichtige Medikamente sind nicht nur sehr empfindlich, sondern in der Regel auch ziemlich teuer.

Eine falsche Lagerung kann also sowohl die Therapie gefährden als auch hohe Kosten verursachen. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin unter Verweis auf eine Mitteilung des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI).

Dr. Peter Froese, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DAPI, erklärt: „Wenn Medikamente zu warm gelagert werden, können sie ihre Wirkung verlieren. Problematisch ist, dass der Patient das aber nicht unbedingt sofort bemerkt. Er weiß nicht, dass seine Arzneimitteltherapie nicht mehr anschlägt.“ Er fügt hinzu: „Patienten lagern ihre Medikamente nicht absichtlich falsch, sondern weil sie sich nicht der Bedeutung der Kühlung bewusst sind.“

Patienten sollten kühlpflichtige Medikamente im Kühlschrank bei Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad aufbewahren. Bekannte kühlpflichtige Medikamente sind die verschiedenen Insuline und die meisten Impfstoffe (Hepatitis, Tetanus), außerdem viele Biologicals, die zum Beispiel gegen Rheuma oder Krebs eingesetzt werden.

Jedes dritte kühlpflichtige Arzneimittel muss auch beim Transport von der Apotheke nach Hause gekühlt werden. Dafür eignen sich Isoliertaschen oder Styroporbehälter. Beispiele für kühlkettenpflichtige Medikamente sind Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln oder Gelbfieber. Auch einige Dosieraerosole gegen Asthma sowie einige Glaukom-Augentropfen müssen ununterbrochen gekühlt werden.