Mammographie trotz Brustimplantat?

Eine Mammographie ist prinzipiell auch bei Frauen mit Brustimplantaten möglich. (Foto: Rainer Sturm / Pixelio)
Eine Mammographie ist prinzipiell auch bei Frauen mit Brustimplantaten möglich. (Foto: Rainer Sturm / Pixelio)

(dbp/spo) 15.000 bis 20.000 Frauen lassen sich in Deutschland pro Jahr die Brüste vergrößern, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

Doch können diese Frauen weiterhin am Mammographie-Screening teilnehmen?

Ja, sagt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. Grundsätzlich sei ein Brustimplantat kein Hinderungsgrund für die Röntgenuntersuchung zur Brustkrebsvorsorge. Es gebe Untersuchungstechniken, die auf das Implantat Rücksicht nehmen. Von Vorteil ist es, wenn die betroffenen Frauen ihren Implantat-Pass zur Untersuchung mitbringen, damit Ärzte und Röntgenassistenten wissen, wo das Implantat liegt und wie es beschaffen ist.

Ultraschall bei unklaren Bildern

Falls die Mammographie-Aufnahmen keine eindeutige Abbildung des Brustgewebes liefern, kann die Brust mit Ultraschall oder einer Magnetresonanztomographie untersucht werden. Gleiches ist auch möglich, wenn die Mammographie zu schmerzhaft ist, weil sich zum Beispiel um das Brustimplantat herum Verhärtungen (Kapselfibrose) gebildet haben.