Male auf Babys Haut sind meist harmlos

Blutschwämmchen verschwinden in den meisten Fällen von selbst wieder. (Foto: Marco Govel / Fotolia)
Blutschwämmchen verschwinden in den meisten Fällen von selbst wieder. (Foto: Marco Govel / Fotolia)

(dbp/spo) Die zarte Haut eines Babys ist überwiegend makellos. Manche Kinder haben aber schon von Geburt an Male oder entwickeln sie im Alter von wenigen Wochen.

Meist sind sie harmlos, so der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bekannt ist zum Beispiel der sogenannte Storchenbiss – ein roter Fleck auf Hautniveau, der überwiegend im Nacken, manchmal auch im Gesicht auftritt. Dabei handelt es sich um harmlose erweiterte Blutkapillaren. Bei Wärme wird der Storchenbiss meist dunkler. Behandelt werden muss er nicht, in der Regel verblasst er innerhalb des ersten Lebensjahres wieder.

Das Feuermal bezeichnet der BVKJ als den „großen Bruder“ des Storchenbisses. Es verschwindet jedoch nicht wieder, sondern dunkelt im Alter sogar nach.

Blutschwämmchen werden manchmal behandelt

Sind die roten Flecken erhaben, handelt es sich um Blutschwämmchen. Sie entstehen durch Wucherungen von Blutgefäßen, manchmal erst Wochen nach der Geburt. Sie bleiben länger als der Storchenbiss, verschwinden jedoch meist in den ersten Lebensjahren von alleine wieder. Sind die Wucherungen sehr groß und sitzen an empfindlichen Stellen wie Mund, Auge oder Nase, kann laut BVKJ eine Behandlung nötig werden.

Auch Muttermale treten teils schon in den ersten Lebenswochen auf, bei Kindern sind sie allerdings nur selten bösartig verändert. Ebenso ungefährlich sind die etwas größeren, ovalen und hellbraunen Café-au-lait-Flecken. Wie Muttermale bleiben sie ein Leben lang erhalten. Auch wenn die meisten Hautveränderungen bei Babys und Kleinkindern unbedenklich sind und keiner Behandlung bedürfen: Die Eltern sollten die Male beobachten und bei Veränderungen den Kinderarzt ansprechen.