Männer mögen‘s unauffällig

Mimikfalten lassen sich durch Einspritzen von Botulinumtoxin Typ A mildern. (Foto: Robert Kneschke / Fotolia)
Mimikfalten lassen sich durch Einspritzen von Botulinumtoxin Typ A mildern. (Foto: Robert Kneschke / Fotolia)

Dezente Faltenbehandlung ohne Schnitte und lange Ausfallzeiten ist bei Männern beliebt

(dbp/auh) Ob Falten im Gesicht als Zeichen nachlassender Attraktivität gewertet oder mit altersweiser Gelassenheit als individueller Ausdruck der Persönlichkeit gesehen werden, liegt wie so vieles im Auge des Betrachters. Immer mehr Männer verspüren beim Blick in den Spiegel offenbar den Wunsch, ihr Aussehen etwas zu verjüngen.

Das ist zumindest die Erfahrung von Dr. Gerhard Sattler, Ärztlicher Direktor der Rosenpark Klinik in Darmstadt. „Statt eines chirurgischen Faceliftings bevorzugen die meisten Männer weniger invasive Verfahren, die ambulant und ohne Ausfallzeiten durchgeführt werden können“, berichtet der Facharzt für Dermatologie in einer Mitteilung des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (www.bvdd.info).

Von diesen „dezenten“ Methoden der Hautglättung gibt es in der ästhetischen Dermatologie eine breite Palette. Bei allen Verfahren sei viel Expertise des Behandlers und eine genaue Kenntnis der Gesichts-Anatomie erforderlich, betont Dr. Sattler, der mehr als 25 Jahre Erfahrung in der ästhetisch-operativen Dermatologie hat. Auch können mehrere Methoden miteinander kombiniert werden. Der Dermatologe empfiehlt ein Vorgehen in unauffälligen, dezenten Behandlungsschritten, die später bei Bedarf wiederholt werden können.

Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, sei eine seriöse Beratung Voraussetzung, bei der das Behandlungskonzept sorgfältig auf die Wünsche und Vorstellungen des Patienten abgestimmt wird.

Botulinumtoxin Typ A

Störende Mimikfalten wie „Sorgenfalten“ an Stirn und Nasenwurzel sowie Augenwinkelfalten lassen sich durch Einspritzen von Botulinumtoxin Typ A mildern, erklärt Dr. Sattler. Der „Verspannungsblocker“ wird mit sehr feiner Nadel in die zu behandelnde Muskulatur gespritzt. Dort wirkt er wie eine Muskelbremse, das heißt er verhindert, dass sich die Muskeln zusammenziehen können. Dadurch kann sich die darüberliegende Hautpartie glätten, Linien und Falten gehen zurück. Dieser Effekt setzt schleichend innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach der Behandlung ein. Die Wirkung von Botulinumtoxin Typ A lässt nach vier bis sechs Monaten komplett nach. Wenn das Medikament präzise platziert und dosiert wird, bleibt die natürliche Mimik vollständig erhalten, so Dr. Sattler.

Hyaluronsäure

Durch Unterspritzen mit verschiedenen Materialien wie zum Beispiel Hyaluronsäure oder auch Eigenfett kann das Faltenniveau verringert werden. Mit Hyaluronsäure lassen sich zudem Bereiche des Gesichts „aufpolstern“, die im Alter an Unterhautgewebsvolumen verlieren. Der Effekt hält nach Angaben von Dr. Sattler bis zu sechs Monate an und kann durch Wiederholungsbehandlungen optimiert werden.

Thermalifting

Seit etwa zehn Jahren bietet die Rosenpark Klinik ein Verfahren zur Hautverjüngung an, das mit Radiowellenenergie arbeitet. Beim sogenannten Thermalifting, auch „Thermage“ genannt, gibt ein spezielles Handstück kontrolliert monopolare Radiofrequenzwellen an die tiefen Hautschichten ab. Die Kollagenfasern des Bindegewebes werden erhitzt und ziehen sich zusammen. „Zudem wird die körpereigene Neuproduktion von Kollagen angeregt, so dass im Verlauf der folgenden zwei bis sechs Monate ein Langzeiteffekt mit einem deutlich jüngeren, frischeren Aussehen eintritt“, beschreibt der Klinikchef.

Nach der Behandlung könne der Patient völlig ohne Einschränkung seinem Alltag nachgehen. Das kommt dem Wunsch nach Diskretion entgegen, den nicht nur Männer bei einer Anti-Falten-Therapie haben.