Lymphknoten-Schwellung ernst nehmen

Wenn beim Kind Lymphkotenschwellungen nicht mehr zurückgehen, sollte es vom Arzt untersucht werden. (Foto: Bilderbox)
Wenn beim Kind Lymphkotenschwellungen nicht mehr zurückgehen, sollte es vom Arzt untersucht werden. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Leidet ein Kind über mehrere Tage unter geschwollenen Lymphknoten, sollte es einem Kinder- und Jugendarzt vorgestellt werden.

Dazu rät der Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ).

Das gelte auch für den Fall, wenn die Knoten ganz plötzlich schmerzen oder auf Druck reagieren. An sich seien aber geschwollene Lymphknoten kein Grund zur Beunruhigung. „Sie sind in der Regel ein Anzeichen für ein aktives Immunsystem und nehmen mit der Genesung wieder ihre normale Form an“, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder‐ und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des BVKJ.

Schnelles Handeln erforderten dagegen Lymphknoten, die sehr schnell anschwellen und bei denen sich die Haut und die Knoten rot oder bläulich verfärbt. Kommt auch noch Fieber hinzu, sollte rasch ein Kinderarzt aufgesucht werden. Weitere Untersuchungen müssten dagegen gemacht werden, wenn Lymphknoten allmählich anschwellen und beim Kind Müdigkeit, mangelnder Appetit und Gewichtsverlust hinzukommen.

Lymphknoten sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Sie produzieren bei einer Infektion Antikörper, die Keime oder Gifte bekämpfen.

„Häufig befinden sich die vergrößerten Knoten in der Nähe der Infektion oder des Ortes, wo die Keime eingedrungen sind“, sagt Dr. Fegeler. So könne man beispielsweise verdickte Knoten am Nacken finden, wenn der Rachen entzündet ist. Nur in sehr seltenen Fällen würden geschwollene Lymphknoten auf einen Tumor hinweisen.