Lüften ist auch an kalten Tagen wichtig

Frische Luft hineinlassen ist das ganze Jahr über wichtig. (Foto: Bilderbox)
Frische Luft hineinlassen ist das ganze Jahr über wichtig. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Räume sollten regelmäßig gelüftet werden – gerade im Winter.

Das empfiehlt der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und beruft sich dabei auf eine Meldung des Umweltbundesamtes (UBA). Dessen Rat: Morgens und abends zehn Minuten Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster.

Sogenannten Luftreinigern als Alternative zum Lüften steht das Umweltbundesamt nach eigenem Bekunden skeptisch gegenüber. Derartige Systeme sollen die Raumluft von Schadstoffen befreien. Sie finden immer mehr Anhänger, gehören in den USA, in Kanada und in England bereits so selbstverständlich zum Haushalt wie Staubsauger und Kaffeemaschine. Hierzulande sind Luftreiniger zwar noch nicht so verbreitet, ihre Beliebtheit wächst nach Angaben des UBA aber.

Was ihre Leistung angeht, kann das Umweltbundesamt die Luftreiniger nicht uneingeschränkt empfehlen. Ihre Funktion sei zwar gut, wenn es um das Verringern von Staub in der Luft geht, aber bei chemischen Gasen arbeiteten die Systeme nicht optimal. Man wisse erstens nicht, welche Stoffe überhaupt aufgenommen werden und zweitens auch nicht, ob dies zu 100 Prozent funktioniere. Auch wie lange die Geräte halten, sei nicht bekannt.

Aus diesem Grund spricht sich das Umweltbundesamt dafür aus, die Luftreiniger – wenn überhaupt – nur vorübergehend einzusetzen. Wichtiger sei es, „die Ursache der Luftverunreinigung im Innenraum abzustellen“, sagt Dr. Heinz-Jörn Moriske vom UBA und empfiehlt, die Raumluft auf herkömmliche Art von Schadstoffen, Luftfeuchtigkeit, Lösemittelausgasungen aus Möbeln und Feinstaub zu reinigen und einfach mal weit das Fenster zu öffnen.