Leichte Küche bei großer Hitze

Die Mittelmeerküche mit viel Gemüse, Kräutern, Fisch und Olivenöl eignet sich hervorragend für eine leichte und gesunde Ernährung im Sommer. (Foto: Fotolia / Profotokris)
Die Mittelmeerküche mit viel Gemüse, Kräutern, Fisch und Olivenöl eignet sich hervorragend für eine leichte und gesunde Ernährung im Sommer. (Foto: Fotolia / Profotokris)

Tipps zum Essen und Trinken im Sommer.

(dbp/nas) „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“, lautet die Frage für alle, die die warme Jahreszeit lieben. Sonne und Hitze bedeuten allerdings für unseren Körper Schwerstarbeit – je wärmer es wird, desto mehr muss sich der Organismus anstrengen, das zu kompensieren. Dementsprechend sollte man auch seine Ernährung den Temperaturen anpassen.

In erster Linie erfordert Hitze natürlich eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Beim Essen sollte man vor allem darauf achten, möglichst leichte Speisen zu sich zu nehmen. Nutzen Sie die große Auswahl an saisonalem und regionalem Obst, Salat und Gemüse – das liefert jede Menge Vitamine und wassereiche Lebensmittel wie Melonen oder Gurken füllen auch die Flüssigkeitsspeicher noch mit auf.

Wenig Fett, viel Gemüse und konsequente Hygiene

Wenn die Temperaturen steigen, haben die meisten Menschen schon ganz automatisch eher Appetit auf etwas Frisches und meiden schwere und fettreiche Speisen. „Leichte Küche“ ist das Stichwort für eine gesunde Ernährung im Sommer: Salat, Rohkost und Gemüse sind ideal. Die Mittelmeerküche (mit jeder Menge Gemüse, Kräutern, Fisch und Olivenöl) bietet zum Beispiel Inspiration für leckere Rezepte.

Es darf im Sommer auch – wie in vielen heißen Ländern üblich – etwas schärfer gewürzt werden. Das hilft nicht nur beim Schwitzen; scharfen Gewürzen werden zudem konservierende  und bakterienhemmende Eigenschaften zugeschrieben. Gerade in den Sommermonaten sollte grundsätzlich ganz besonders auf Hygiene geachtet werden, was die Zubereitung und Lagerung von Speisen und Lebensmitteln angeht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät unter anderem dazu, nur kleine Mengen einzukaufen und diese schnell zu verbrauchen, leicht verderbliche Lebensmittel ausreichend zu kühlen, Fleischgerichte gut durchzugaren und Gemüse, Obst, Salat und Kräuter gründlich zu waschen.

Wer im Sommer verreist, sollte am Urlaubsort ebenfalls besonders Wert auf Hygieneregeln in Sachen Essen und Trinken legen. „Kochen, Waschen und Schälen sind gute Methoden, um Krankheitserreger zu verringern“, so die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. In vielen Ländern sei das Wasser aus dem Hahn kein Trinkwasser und auch über Eiswürfel, die aus nicht geeignetem Wasser hergestellt werden, können Krankheitskeime in Getränke gelangen. Vorsicht am Büffet, wo Speisen häufig über Stunden warmgehalten werden: Hier sollten Verbraucher heiße, frisch gegarte Gerichte bevorzugen und auf sauberes Geschirr und Besteck achten, lautet der Rat.

Viel und möglichst häufig trinken

Egal, wo man sich auch aufhält: Heiße Temperaturen bringen uns ins Schwitzen. Über die Verdunstung auf der Hautoberfläche wird der Körper gekühlt und verliert dadurch Wasser. Als gesunder Mensch sollte man im Sommer laut der Verbraucherzentrale Saarland mindestens anderthalb Liter trinken, bei Hitze und körperlicher Anstrengung deutlich mehr – allerdings nicht in großen Mengen auf einmal, sondern besser über den Tag verteilt. Ideal sind Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Fruchtsaftschorlen.

Mit dem Schwitzen verlieren wir aber auch Mineralstoffe. Um diese zu ersetzen, empfiehlt die DGE entfettete Gemüsebrühen oder Gemüsesäfte. Bananen, Johannisbeere und auch Kartoffeln liefern Kalium; in Nüssen, Mandeln, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten steckt Magnesium.  Um dem Körper bei Bedarf Natrium wieder zuzuführen, darf das Essen ein klein wenig salziger sein als sonst, schreibt die Verbraucherzentrale Saarland. Vorsicht allerdings vor zu viel Salz, das bindet nämlich wiederum Wasser im Körper.