Laufschuhe nach Maß schützen Sehnen und Gelenke

Der passgenaue Schuh ist eine Voraussetzung für ungetrübten Laufspaß. (Foto: ArtmannWitte / Fotolia)
Der passgenaue Schuh ist eine Voraussetzung für ungetrübten Laufspaß. (Foto: ArtmannWitte / Fotolia)

Orthopädietechnik verhilft Profi- und Freizeitläufern zu optimalem Schuhwerk.

(dbp/auh) Mehr Bewegung – man kann es schon gar nicht mehr hören. Es gibt scheinbar kaum eine Krankheit, die nicht mit einem „Plus an körperlicher Aktivität“ bekämpft werden kann. Aber es stimmt: Sport ist die beste Methode zur gesundheitlichen Prävention. Als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit, um Verspannungen zu lösen oder auch, um einer altersbedingten Gewichtszunahme vorzubeugen, nehmen sich immer mehr „Couchpotatoes“ vor, Sport zu treiben.

„Wie laufen Sie denn?“

So auch Elke S. „Mein Mann schlug mir vor, mit dem Joggen zu beginnen. Er selbst ist total begeistert davon. Seit er läuft, hat er keine Rückenschmerzen mehr und fühlt sich generell viel fitter“, berichtet die 44-Jährige. Da sie keine Outdoor-Laufschuhe hatte, ging sie zuerst in die Sportabteilung eines Kaufhauses und berichtete dem Verkäufer von ihrem Vorhaben. „Der war selbst Läufer und kannte sich sehr gut aus“, erinnert sich Elke. „Aber bevor er mir einen Schuh zeigte, wollte er wissen, wie ich laufe: ob ich eher nach innen oder nach außen trete, ob ich ein Fersenläufer bin oder mit dem Mittelfuß aufsetze und so was – das wusste ich doch alles nicht!“

Schlecht: zu starke Dämpfung

Gut für Elke, dass ihr der Verkäufer geraten hat, sich Laufschuhe zu kaufen, die zur Anatomie ihres Fußes und zu ihren Bewegungsabläufen passen. Denn Laufanfänger machen oft den Fehler, sich Schuhe mit einer zu starken Dämpfung zu kaufen. Die möglichen Folgen sind Überlastungsschäden an den Sehnen und ein erhöhtes Risiko für ein Umknicken im Sprunggelenk. „Weiche Sohlenpolster schützen nicht, sondern steigern das Verletzungsrisiko für Sehnen, Gelenke und Muskeln“, so lautet die Warnung von Spezialisten, die sich im November 2012 in Bad Abbach zum Symposium „Sprunggelenk, Fuß und Sport“ trafen. Die Sportmediziner begrüßen den „Trend weg vom Laufschuh von der Stange hin zu individualisiert, aus Modulen gefertigten Laufschuhmodellen.“

Braucht denn wirklich jeder Freizeit-Jogger einen maßgeschneiderten Schuh vom Orthopädietechniker? Sicher nicht. Schließlich gibt es heutzutage auch bei den „Schuhen von der Stange“ eine große Auswahl an verschiedenen Unterstützungshilfen. Aber wer wie Elke gar nichts über seine Füße und seine Art zu gehen weiß, oder wer beim Laufen Probleme hat, der sollte auf jeden Fall erst mal zum Spezialisten. Sportmediziner, Orthopäden und Orthopädietechniker bieten Fußdruckmessungen und Ganganalysen an.

Erst messen – dann Schuhe kaufen

Bei der elektronischen Fußdruckmessung (Pedobarografie) wird die individuelle Belastung des Fußes genau gemessen. Die statische Messung ermittelt ein Bild der Druckverteilung im Stand. Die dynamische Ganganalyse misst die Fußsohlenbelastung beim Gehen. Die Ergebnisse können zum Beispiel zur Verordnung von Einlagen führen. Oder sie befähigen Laufanfänger wie Elke einfach dazu, sich den passenden Schuh zu kaufen und damit das Verletzungsrisiko zu minimieren.

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