Krebsforscher finden Verursacher von Metastasen

Nicht alle Krebszellen, die im Blut zirkulieren, bilden Metastasen. (Foto: Sebastian Kaulitzki / Fotolia)
Nicht alle Krebszellen, die im Blut zirkulieren, bilden Metastasen. (Foto: Sebastian Kaulitzki / Fotolia)

(dbp/spo) Es sind nur ganz bestimmte Krebszellen, die im Blut zirkulieren und Metastasen auslösen.

Wie diese genau aussehen, haben Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) jetzt anhand der Blutproben von Brustkrebspatientinnen herausgefunden.

Treten bei einer Krebserkrankung Metastasen auf, senkt das die Heilungschancen erheblich. Ausgelöst werden solche Metastasen durch Krebszellen, die sich vom Tumor abgelöst haben und im Blut zirkulieren (englisch: circulating tumor cells, CTC). Aber nicht jede dieser sogenannten CTC ist tatsächlich in der Lage, Tochtergeschwulste in anderen Organen zu bilden. Die DKFZ-Forscher haben die Übeltäter nun anhand von Blutproben von 350 Brustkrebspatientinnen identifiziert: Es sind CTC mit drei charakteristischen Oberflächenproteinen.

Neue Behandlungsansätze

Die neue Erkenntnis ist vor allem aus zwei Gründen wichtig: Das Muster der drei Oberflächenmoleküle kann als Biomarker dienen, um den Verlauf der Erkrankung vorherzusagen. Denn Patientinnen mit besonders vielen dieser speziellen CTC im Blut haben wahrscheinlich einen ungünstigeren Krankheitsverlauf. Darüber hinaus kann die Erkenntnis für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze bei fortgeschrittenem Brustkrebs nützlich sein. Gegen eines der drei Moleküle werden laut DKFZ zum Beispiel schon therapeutische Antikörper entwickelt.