Knochendichte kann auch bei Kindern verringert sein

Beim Spielen und Toben können schon mal kleine Blessuren auftreten. (Foto: Goran Bogicevic / Fotolia)
Beim Spielen und Toben können schon mal kleine Blessuren auftreten. (Foto: Goran Bogicevic / Fotolia)

(dbp/cwr) Bricht sich ein Kind schon nach einem leichten Sturz einen Arm, kann das ein Zeichen für eine geringe Knochendichte sein.

Das teilt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auf seiner Internetseite www.kinderaerzte-im-netz.de mit. Die Mediziner stützen ihre Aussage auf eine Studie von Wissenschaftlern der Mayo Clinic.

Zwar seien Brüche des Unterarms im Kindesalter keine Seltenheit. „Bricht sich ein Kind aber schon seinen Unterarm, wenn es stolpert, kann das auf einer schwachen Knochenstruktur beruhen“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin sowie Pressesprecherin des BVKJ in Thüringen. Deshalb sei es wichtig, den Arzt auch immer davon in Kenntnis zu setzen, wie sich der Unfall zugetragen hat.

Es sollte abgeklärt werden, ob eventuell eine Mineralisierungsstörung wie die Glasknochenkrankheit oder Rachitis dahinter stecken könnte. Die Kinder- und Jugendärztin kann aber beruhigen: „In den meisten Fällen kann die Knochenstärke durch Muskeltraining, eine Ernährungsumstellung und Bewegung an der frischen Luft verbessert werden“, sagt Dr. Niehaus. Beim Thema Knochenmasse betreibt der Körper Vorratshaltung. Bis Anfang 20 baut er Knochenmasse auf, ab einem Alter von 35 verliert er sie.