Kinderwunschbehandlung: Das zahlt die Krankenkasse

Wer eine Kinderwunschbehandlung plant, sollte sich im Vorfeld bei seiner Krankenkasse über die Kostenübernahme informieren. (Foto: RioPatuca / Fotolia)
Wer eine Kinderwunschbehandlung plant, sollte sich im Vorfeld bei seiner Krankenkasse über die Kostenübernahme informieren. (Foto: RioPatuca / Fotolia)

(dbp/spo) Wünscht ein Paar sich sehnlichst Nachwuchs und braucht dazu medizinische Hilfe, kann das teuer werden.

Die Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Komplett übernommen werden in der Regel die Kosten für Untersuchungen, mit denen der Grund für den unerfüllten Kinderwunsch gefunden werden soll. Gleiches gilt für die medikamentöse Hormonstimulation – allerdings nur, wenn sich keine künstliche Befruchtung (IVF, ICSI) oder eine Samenübertragung (Insemination) anschließt.

Ist das der Fall, gehört die Hormonstimulation zur Kinderwunschbehandlung. In diesem Fall übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen maximal die Hälfte der Kosten pro Behandlungszyklus – und das auch nur, wenn das Paar miteinander verheiratet ist, die Frau höchstens 40 und der Mann höchstens 50 Jahre alt ist. Beide Partner dürfen zudem nicht unter 25 sein. Bei einer Insemination werden maximal acht Behandlungen bezuschusst, bei einer künstlichen Befruchtung höchstens drei Behandlungszyklen.

Private zahlen nach dem Verursacherprinzip

Bei Privatversicherten ist die Lage anders. Hier gilt das Verursacherprinzip, das heißt: Die Versicherung zahlt nur, wenn ihr Versicherter für die Kinderlosigkeit „verantwortlich“ ist. Dann übernimmt sie aber in der Regel die gesamten Behandlungskosten.

Wer eine Kinderwunschbehandlung plant, sollte sich stets vorher bei seiner Versicherung über die Kostenübernahme informieren. Manche gesetzliche Kassen gewähren ihren Versicherten über den genannten Anteil hinaus noch zusätzliche Leistungen. Auch von den Landesministerien gibt es teils Zuschüsse für Kinderwunschbehandlungen.