Kinderaugen im Blick haben

Mit drei Monaten sollte das Baby Dinge mit den Augen verfolgen können. (Foto: Bilderbox)
Mit drei Monaten sollte das Baby Dinge mit den Augen verfolgen können. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Eltern von Frühgeborenen sollten sehr darauf achten, ob ihr Kind unter Sehproblemen leidet.

Das gilt auch für Kinder, in deren Familien Fehlsichtigkeiten vorkommen. Dazu rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Zwar schaut sich jeder Kinder- und Jugendarzt bei den Vorsorgeuntersuchungen auch die Augen des Kindes an, aber Mutter und Vater können wichtige Hinweise geben. So sollten sie beispielsweise darauf achten, ob das Kind mit etwa drei Monaten Dinge mit den Augen verfolgen und auf einer Entfernung von 30 Zentimetern Blickkontakt aufnehmen kann. Hat das Baby anfänglich geschielt, sollte sich das mit etwa sechs Monaten gegeben haben.

Genau anschauen sollten sich die Eltern auch Fotos ihrer Sprösslinge, die mit Blitz aufgenommen wurden. Normalerweise ist die Pupille dann rot. Erscheint sie dagegen weiß, gelb oder orange, kann ein Tumor der Netzhaut – ein sogenanntes Retinoblastom – dahinter stecken. Retinoblastome entwickeln sich bei den meisten Kindern zwischen Geburt und dem fünften Lebensjahr. Entdeckt der Kinderarzt Auffälligkeiten, werden die Betroffenen zum Augenarzt verwiesen, der die geeignete Therapie einleitet. Es gilt: Je früher die Sehstörung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.