Kinder profitieren von Sommerzeit

Draußen spielen tut gut. (Foto: Bilderbox)
Draußen spielen tut gut. (Foto: Bilderbox)

(dbp/cwr) Kinder würden sich mehr bewegen, wenn die Uhren das ganze Jahr über um eine Stunde verschoben würden.

Das gibt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte auf seiner Internetseite www.kinderaezte-im-netz.de bekannt.

Er beruft sich auf Aussagen englischer Forscher, die 23.000 Kinder im Alter von 5 bis 16 Jahren untersucht haben. Die Jungen und Mädchen stammten aus neun Ländern. Um herauszufinden, zu welcher Tageszeit sich die Kinder am meisten bewegten, trugen alle sogenannte Beschleunigungssensoren um ihre Taillen. Fazit: Eine Stunde längeres Tageslicht kann zu mehr Bewegung führen. In Zahlen ausgedrückt: Würde das ganze Jahr über Sommerzeit herrschen, würden sich Kinder täglich 35 statt 33 Minuten lang bewegen. Dies sei zwar auf den ersten Blick nicht viel, so Studienleiterin Dr. Anna Goodmann von der London School of Science and Tropical Medicine, aber eine wichtige Erkenntnis aus der Studie sei, dass sich Kinder vor allem am Nachmittag und frühen Abend bewegen und spielen.

Die Wissenschaftler schauten bei 439 Kindern auch, wie es um ihre Unternehmungslust kurz vor und kurz nach der Zeitumstellung bestellt ist. Das Ergebnis: Jedes Kind bewegte sich gleich am Tag nach der Zeitumstellung viel mehr. Dazu Co-Autorin Professor Ashley Cooper: „Zwar kann die Einführung einer durchgehenden Sommerzeit sicher nicht das Problem der geringen körperlichen Aktivität lösen, aber wir glauben, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist.“ Gegner führen ins Feld, dass eine längere Dunkelheit in den Morgenstunden Kinder auf dem Schulweg und Menschen auf dem Weg zur Arbeit gefährden könne.