Kinder nicht zum Aufessen zwingen

Genug gegessen! (Foto: Bilderbox)
Genug gegessen! (Foto: Bilderbox)

(dbp/spo) Wenn Kinder satt sind, sollten sie nicht dazu gezwungen werden, trotzdem ihren Teller leer zu essen.

Das empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und verweist auf eine US-amerikanische Studie.

Der Grund: Werden sie zum Aufessen gezwungen, steige später das Risiko für Übergewicht. „Dieses erzieherische Verhalten verhindert, dass Kinder auf ihr eigenes Hunger- und Sättigungsgefühl achten. Stattdessen lernen sie, sich von äußeren Einflüssen wie etwa einem üppigen Essensangebot bestimmen zu lassen“, sagt BVKJ-Sprecher und Kinderarzt Dr. Ulrich Fegeler.

Naschen in Maßen erlauben

Auch wenn Eltern bestimmte Lebensmittel wie Schokolade grundsätzlich verbieten, habe das eher einen negativen Effekt. Die Kinder, die in der amerikanischen Studie davon betroffen waren, neigten bereits in der Kindheit eher zu Übergewicht – womöglich, weil sie besonders gierig zugriffen, wenn es dann einmal etwas Verbotenes gab.

Grundsätzlich sei es sinnvoll, Kindern eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse anzubieten, aber auch maßvolles Naschen zu erlauben, so Dr. Fegeler. Der Nachwuchs sollte außerdem lernen, sich den Teller nicht mit mehr Essen als nötig vollzupacken, sondern lieber einen Nachschlag zu nehmen. Dabei spielt das elterliche Vorbild eine große Rolle.