Keine Fischölkapseln während der Chemo

Fischölkapseln, Hering und Makrele können die Wirkung von Zytostatika beeinflussen. (Foto: arska n / Fotolia)
Fischölkapseln, Hering und Makrele können die Wirkung von Zytostatika beeinflussen. (Foto: arska n / Fotolia)

(dbp/spo) Krebspatienten, die eine Chemotherapie bekommen, sollten währenddessen keine Fischölkapseln einnehmen.

Darauf weist der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hin.

Der BDI beruft sich dabei auf eine holländische Studie. Diese habe gezeigt, dass eine bestimmte Omega-3-Fettsäure im Fischöl die Wirkung der Zytostatika aufheben kann, die bei der Chemotherapie gegeben werden. Es handelt sich um PIFA 16:4(n-3), auch „Hexadeca-4,7,10,13-Tetraensäure“ genannt. „Wie die Forscher berichten, ist diese Omega-3-Fettsäure reichlich vor allem in Fischölpräparaten und fettreichen Fischen wie Hering und Makrele enthalten“, so BDI-Präsident Dr. Wolfgang Wesiack.

Etwa 30 Prozent der in der Studie befragten Patienten hatten angegeben, zusätzlich Fischölpräparate einzunehmen. Das sollten die Betroffenen an den Therapietagen sowie unmittelbar davor und danach besser lassen.

Lachs und Thunfisch dürfen übrigens im Gegensatz zu Hering und Makrele gegessen werden – sie enthalten nur geringe Mengen der betroffenen Fettsäure.