Kein Urlaub ohne Reiseapotheke

In eine Reiseapotheke gehören auf jeden Fall Medikamente zur Behandlung von Durchfall sowie Verbandmaterialien. (Foto: Fotolia / LianeM)
In eine Reiseapotheke gehören auf jeden Fall Medikamente zur Behandlung von Durchfall sowie Verbandmaterialien. (Foto: Fotolia / LianeM)

Welche Mittel in den Ferien nicht fehlen dürfen.

(dbp/fru) Die schönste Zeit des Jahres steht an – der Urlaub. Egal, wo es hingeht, eine Reiseapotheke muss mit. Denn überall kann es zu Verletzungen oder Erkrankungen kommen. Zunächst müssen die Medikamente mit, die ohnehin regelmäßig eingenommen werden müssen. Hierfür im Ausland Ersatz zu beschaffen, ist oft mühsam, da teilweise andere Warenzeichen verwendet werden. Außerdem können in Deutschland frei verkäufliche Medikamente im Ausland verschreibungspflichtig sein, dann werden sie nicht ohne Rezept ausgegeben.

Durchfall ist häufigste Reiseerkrankung

Wenn Durchfall den Urlaub vermiest, sollte man auf jeden Fall darauf vorbereitet sein.  „Durchfall ist eine der häufigsten Reiseerkrankungen“, warnt Dr. Ursula Sellerberg, stellvertretende Pressesprecherin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Wenn der Durchfall nach zwei bis drei Tagen nicht verschwunden ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden, rät die Expertin. Sie empfiehlt, zur Vermeidung von Durchfall je nach Urlaubsort auf Eiswürfel und Speiseeis zu verzichten, da diese oft aus Leitungswasser hergestellt werden, das verunreinigt sein kann. Zusätzlich sollten sich Reisende nach dem Toilettenbesuch und vor dem Essen die Hände gründlich mit Seife waschen oder mit Desinfektionsgel einreiben.

Sollte es dennoch zu einer Durchfallerkrankung kommen, helfen verschiedene Medikamente, die es in der Apotheke gibt. Zusätzlich kann der Verlust von Mineralstoffen durch Elektrolytlösungen ausgeglichen werden. Dies ist besonders wichtig, wenn ein Kind oder ein älterer Mensch an Durchfall erkrankt ist. In jedem Fall sollte ausreichend viel getrunken werden.

Kleine Wunden selbst versorgen

Wenn es zu kleineren Verletzungen kommt, empfiehlt die ABDA in ihrer „Checkliste Reiseapotheke“ folgende Materialien zur Wundversorgung mitzunehmen:

  • Elastische Binden und Mullbinden
  • Heftpflaster, Wundschnellverbände und Blasenpflaster
  • Sterile Wundkompressen und Brandwunden-Verbandpäckchen
  • Sicherheitsnadeln und (Zecken-) Pinzette
  • Schere (bei Flugreisen nicht im Handgepäck transportieren)
  • Einmalhandschuhe

Medikamente sollten allgemein vor Hitze geschützt werden. Große Hitze könne einigen Medikamenten schaden, die normalerweise bei Raumtemperatur gelagert werden; einige Arzneiformen wie Dosieraerosole oder Zäpfchen können im Sommer durch Hitze unbrauchbar oder unwirksam werden, erklärt die ABDA. Spraydosen können durch eine zu starke Erwärmung sogar aufreißen oder explodieren. Zäpfchen wiederum können schmelzen. Idealerweise sollten die meisten Arzneimittel unter 25 Grad Celsius gelagert werden.

Und bitte Vorsicht bei Flugreisen: Wenn manche Medikamente im Handgepäck mit an Bord genommen werden, kann es vereinzelt zu Problemen mit dem Sicherheitspersonal kommen, z. B. bei Mitführung von Injektionsbestecken, etwa für Diabetiker. Vorsichtshalber sollten sich Flugreisende bei ihrer Fluggesellschaft und der Botschaft des Urlaubslandes informieren.