Kehlkopfkrebs kann früh erkannt werden

Der HNO-Arzt kann Vorstufen von Kehlkopfkrebs erkennen. (Foto: DOC RABE Media / Fotolia)
Der HNO-Arzt kann Vorstufen von Kehlkopfkrebs erkennen. (Foto: DOC RABE Media / Fotolia)

(dbp/auh) Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom) verursacht im Frühstadium keine Schmerzen und wird deswegen oft zu spät erkannt.

Der Berufsverband der HNO-Ärzte weist deshalb auf eine Früherkennungsuntersuchung hin, mit der der HNO-Arzt schon Krebs-Vorstufen erkennen kann.

Mit einer schmerzfreien optischen Untersuchung (Stroboskopie) des Kehlkopfes und der Stimmbänder sei Kehlkopfkrebs in der Frühphase feststellbar. Raucher, die zu den Hochrisiko-Patienten für Kehlkopfkrebs gehören, sollten sich daher regelmäßig von ihrem HNO-Arzt untersuchen lassen. Anhaltende Heiserkeit kann ein erstes Symptom sein und sollte bei Rauchern stets zum Anlass für einen Arztbesuch genommen werden. Der Ärzteverband empfiehlt allen Rauchern ab 40 Jahren eine Kontrolluntersuchung pro Jahr.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 3.300 Männer und 600 Frauen neu an Kehlkopfkrebs. Zu den Hauptrisikofaktoren zählt neben dem Rauchen das Trinken von Alkohol. Die Kombination beider Faktoren ist laut Robert-Koch-Institut (RKI) besonders schädlich. Bekannt ist laut RKI auch ein Zusammenhang von Kehlkopfkrebs mit einer beruflichen Belastung mit Asbest, Nickel oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Möglicherweise kommen auch bestimmte Viren wie das Humane Papillom-Virus (HPV) sowie Infektionen mit dem Magenkeim Helicobacter pylori als Auslöser in Betracht.