Jungen sollten sich regelmäßig selbst untersuchen

Jungen sollten die J1 Vorsorgeuntersuchung beim Jugendarzt dazu nutzen, auch über heikle Themen wie die Selbstuntersuchung oder Verhütung und Sexualität zu sprechen. (Foto: Monkey Business / Fotolia)
Jungen sollten die J1 Vorsorgeuntersuchung beim Jugendarzt dazu nutzen, auch über heikle Themen wie die Selbstuntersuchung oder Verhütung und Sexualität zu sprechen. (Foto: Monkey Business / Fotolia)

(dbp/fru) Ab der Pubertät sollten Jungen ihre Hoden regelmäßig selbst untersuchen. In diesem Alter können sich unter anderem Hodentumore entwickeln, die geheilt werden können, wenn sie frühzeitig erkannt werden.

Dies gilt insbesondere für Jungen, die bereits aufgrund eines Hodenhochstands behandelt worden sind.

„Heranwachsende sollten jeden Hoden vorsichtig mit beiden Händen abtasten. Die Hoden sollten sich glatt anfühlen ‐ ohne Verhärtungen und Erhebungen. Auch auf Adern, die sich stark abzeichnen, sogenannte Krampfadern bzw. Varikozelen, sollte ein Teenager achten. Beobachtet er solchen Veränderungen, sollte er seinen Jugendarzt konsultieren“, empfiehlt Dr. Bernhard Stier, Beauftragter für Jungenmedizin beim Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ).

Vorsorgeuntersuchung J1 zur Einweisung nutzen

Die Vorsorgeuntersuchung J1, die zwischen dem  12 und 14 Lebensjahr stattfinden sollte, bietet für Jungen eine gute Gelegenheit, sich vom Jugendarzt in die Technik  des Abtastens einweisen zu lassen. Im Rahmen dieser Vorsorgeuntersuchung werden zudem Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Des Weiteren können hier auch Fragen zu Sexualität und Verhütung geklärt werden.

„Eltern sollten ihren Jugendlichen Gelegenheit geben, auch alleine mit dem Jugendarzt zu sprechen, um bei Bedarf heikle oder unangenehme Themen klären zu können ‐ in dem Wissen, dass es eine ärztliche Schweigepflicht gibt“, rät Dr. Stier. Junge Menschen könnten so lernen, selbst Fragen zu ihrer Gesundheit zu stellen und Verantwortung dafür zu übernehmen.