Jährlich mehr als 10.000 Leben retten

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe macht`s vor: „Prüfen. Rufen. Drücken.“ Mit der Aktion soll das Wissen über Laienreanimation in Deutschland erhöht werden. (Foto: BZgA / www.wiederbelebung.de)
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe macht`s vor: „Prüfen. Rufen. Drücken.“ Mit der Aktion soll das Wissen über Laienreanimation in Deutschland erhöht werden. (Foto: BZgA / www.wiederbelebung.de)

(dbp/fru) Das "Nationale Aktionsbündnis Wiederbelebung" (NAWIB) setzt sich in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dafür ein, das Wissen über Laienreanimation in Deutschland zu erhöhen.

Im Ernstfall genügen wenige Schritte: Prüfen. Rufen. Drücken. Mit bundesweiten Aktionen und einer Informationskampagne soll auf diese Botschaft aufmerksam gemacht werden.

„Wiederbelebung ist einfacher als viele denken“

„Wenn es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt, zählt jede Sekunde. Doch viele trauen sich nicht, sofort mit einer Herzdruckmassage zu beginnen. Daher ist es so wichtig, schon unseren Kindern auf den Weg zu geben: Wiederbelebung ist einfacher als viele denken. Und das gilt unabhängig vom Alter. Wichtig ist, überhaupt zu handeln. Deshalb sprechen wir mit dem ‚Nationalen Aktionsbündnis Wiederbelebung‘ und unserer gemeinsamen Informationskampagne auch gezielt junge Menschen an“, sagt Minister Gröhe.

Auch die Leiterin der BZgA, Dr. Heidrun Thaiss, nennt ein schönes Beispiel, das zeigt, wie sinnvoll Wiederbelebungsmaßnahmen sind: „Vor wenigen Wochen  hat ein Neunjähriger in Hessen seinen zweijährigen Bruder nach einem Badeunfall erfolgreich reanimiert. Per Herzdruckmassage wiederzubeleben ist in der Tat kinderleicht und hoch wirksam. Würde nach jedem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort mit der Herzdruckmassage begonnen, könnten jedes Jahr mehr als 10.000 Leben in Deutschland gerettet werden.“

Deshalb will die BZgA mit ihrer Informationskampagne dazu beitragen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die notwendigen Maßnahmen zur Wiederbelebung kennen und sie im Ernstfall auch anwenden. Man könne aus Sicht von Thaiss bei der Laienreanimation nichts falsch machen, außer nicht zu helfen.