Intervallfasten schützt vor Typ-2-Diabetes

Kalorienreduktion kann eine Insulinresistenz wieder rückgängig machen. (Foto: Bilderbox)
Kalorienreduktion kann eine Insulinresistenz wieder rückgängig machen. (Foto: Bilderbox)

(dbp/auh) Um zu verhindern, dass sich aus einer Insulinresistenz ein Typ-2-Diabetes entwickelt, gibt es eine einfache Methode.

Sie ist unkompliziert zu handhaben, hat nur positive Nebenwirkungen und spart auch noch Geld: jeden zweiten Tag komplett auf jegliche Nahrung verzichten und nur Wasser trinken. Alternativ kann man auch seine Kalorienzufuhr etwas drosseln und auf das Abendessen verzichten. Zumindest bei Mäusen, die eine natürliche Veranlagung für Übergewicht und Typ-2-Diabetes besitzen, funktioniert das tadellos.

Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) sind nun den Ursachen für diesen Effekt auf den Grund gegangen. Denn es sei zwar seit langem bekannt, dass die verringerte Aufnahme von Nahrungsenergie (zum Beispiel durch Intervallfasten) eine bestehende Insulinresistenz wieder rückgängig machen kann. Aber warum sich die Insulinempfindlichkeit wieder verbessert, sei noch nicht hinreichend erforscht, heißt es in einer Mitteilung des DIfE.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigen, dass sich durch das Intervallfasten zum einen die Leber erholt. Genauer: Die Menge der Fette, die im Verdacht stehen, eine Insulinresistenz zu fördern, wird reduziert. Zum anderen verbessert sich der Energiestoffwechsel, was dazu beiträgt, die Menge an schädlichen freien Fetten niedrig zu halten.

In der Untersuchung des DIfE wurden Mäuse mit Insulinresistenz in drei Gruppen geteilt. Die einen durften jeden Tag (und auch nachts, wenn sie wollten) fettreiche Nahrung essen, die anderen nur an jedem zweiten Tag. In der dritten Gruppe wurde das Nahrungsangebot auf 90 Prozent reduziert und ab 16 Uhr gab es gar nichts mehr. Keine von den Fastenmäusen (oder von denen, die abends fasten mussten) bekam einen Diabetes, aber von den Schlemmermäusen hatten nach wenigen Wochen 43 Prozent einen manifesten Diabetes.

Das DIfE hatte bereits im Jahr 2007 eine andere Methode entdeckt, mit der selbst stark übergewichtige und insulinresistente Mäuse keinen Diabetes entwickeln: mit extrem fettreicher, aber völlig kohlenhydratfreier Nahrung (68 Prozent Fett, 20 Prozent Eiweiß).