Immer schön cool bleiben

So bleibt die Hitze draußen: An heißen Sommertagen tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten und auch Rollläden und Jalousien herunterlassen. (Foto: Fotolia / Traumbild)
So bleibt die Hitze draußen: An heißen Sommertagen tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten und auch Rollläden und Jalousien herunterlassen. (Foto: Fotolia / Traumbild)

So lassen sich Körper und Wohnung abkühlen.

(dbp/wgt) Klimaforscher und Meteorologen zeichnen für die kommenden Jahrzehnte ein beunruhigendes Szenario. Die sommerlichen Hitzewellen werden häufiger und damit nehmen besonders in den größeren Städten die gesundheitlichen Gefahren zu. Denn die städtischen Ballungsräume werden nicht nur mehr heiße Tage erleben, sondern auch mehr tropisch warme Nächte, die kaum noch Abkühlung bieten.

Als besonders gefährdet gelten laut Robert-Koch-Institut ältere Menschen mit stark eingeschränkter Gesundheit, die allein leben und keinen Zugang zu klimatisierten Räumen haben. Aber auch Herz- und Kreislaufkranke sowie Säuglinge und Kleinkinder zählen zu den Risikogruppen. Doch auch bei gesunden Menschen müssen Herz und Kreislauf an heißen Tagen zusätzliche Arbeit leisten, um den Körper vor einer Überhitzung zu schützen.

Ausreichend trinken

Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Das entlastet den Kreislauf und ersetzt die beim Schwitzen ausgeschiedene Flüssigkeit. Auch „Menschen, die wegen einer Herzschwäche normalerweise nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen dürfen, sollten bei Hitze ebenfalls etwas mehr trinken“, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung. Allerdings sollte die Flüssigkeitsmenge bei Herzkranken zwei Liter pro Tag nicht übersteigen. Bei Gesunden gelten zweieinhalb bis drei Liter als ideal. Am besten greift man zu Mineralwasser und Fruchtsäften, um den Durst zu stillen. Die Getränke sollten jedoch nicht zu kalt sein, denn sonst gerät der Körper noch mehr ins Schwitzen. Alkoholische Getränke sind bei Hitze tabu. Sie belasten den Kreislauf zusätzlich.

Lauwarm duschen

Eine lauwarme Dusche verschafft ebenfalls angenehme Abkühlung. Hier heißt es auch, eiskalte Schauer zu vermeiden. Die belasten nicht nur den Kreislauf, sondern können zusätzlich schweißtreibend wirken. Wer gar nicht erst ins Schwitzen geraten will, sollte sich möglichst im Schatten aufhalten, körperlich anstrengende Aktivitäten vermeiden und seine Kleidung den sommerlichen Temperaturen anpassen. Leichte Baumwoll- oder Leinenstoffe sind am besten geeignet.

Morgens gut durchlüften

Doch was tun, wenn sich die Hitze in der Wohnung staut und an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken ist? Richtig lüften hilft. Am besten „in den kühlen Morgenstunden oder nachts intensiv stoßlüften“, rät Christian Stolte, Experte für energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). Tagsüber sollten Fenster und Türen auf jeden Fall geschlossen bleiben. Geschlossene Rollos sorgen dafür, dass die Hitze länger draußen bleibt. Dabei erweisen sich Rollläden und Jalousien außen vor den Fenstern als deutlich effektiver als Sonnenschutz auf der Innenseite.

Elektrische Geräte auslassen

Elektrische Geräte sollten bei hohen Außentemperaturen nur dann eingeschaltet werden, wenn sie auch gebraucht werden. Denn auch „Lampen, Plasmabildschirme oder Computer können bei längerem Betrieb viel Hitze entwickeln“, erläutert Stolte. Und nicht vergessen: Auch Geräte, die auf Stand-by-Betrieb gestellt sind, erzeugen Wärme.

Ein Tipp, um aufgestaute Wärme wieder loszuwerden: Morgens oder abends einfach handfeuchte Handtücher mit hohem Baumwollanteil im Raum aufhängen. Durch den Trocknungsvorgang wird der Luft Wärme entzogen. Den so entstehenden Dampf kann man z. B. unmittelbar durch einen Ventilator nach außen abführen.

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Quellenangaben:
Deutsche Energie-Agentur (2015): Außen heiß, innen kühl: Hitzeschutz im Sommer. Online: http://www.dena.de/presse-medien/ pressemitteilungen/aussen-heiss-innen-kuehl-hitzeschutz-im-sommer.html?tx_dscoverview[liste]=1&tx_dscoverview[pluginid]=32; Deutsche Herzstiftung (o.J.): Hitze: Darauf sollte man bei Herzproblemen achten. Online: http://www.herzstiftung.de/Hitze-Herz.php.; Robert Koch Institut (2010): Klimawandel und Gesundheit. Ein Sachstandsbericht. Online: http://www.rki.de/DE/Content/Gesund/Umwelteinfluesse/Klimawandel/Klimawandel-Gesundheit-Sachstandsbericht.pdf?__blob=publicationFile; Umweltbundesamt (2009): Gesundheitliche Anpassung an den Klimawandel. Online: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3753.pdf