Hundebiss: Mit Kindern lieber gleich zum Arzt

Auch der liebste Schmusehund kann mal zuschnappen. (Foto: anschi / Pixelio)
Auch der liebste Schmusehund kann mal zuschnappen. (Foto: anschi / Pixelio)

(dbp/spo) „Der tut nix, der ist ganz lieb“, heißt es oft aus dem Mund von Hundebesitzern, wenn kleine Kinder und Vierbeiner aufeinandertreffen.

Manchmal passiert es aber doch, dass ein Kind gebissen wird. Dann ist es besser, einen Arzt aufzusuchen, sagt die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH).

Der Grund: Auch hinter ungefährlich aussehenden Wunden an der Hand können sich in der Tiefe Geweberisse und Quetschungen verbergen, sagt DGKCH-Vorstandsmitglied Professor Dr. Stephan Kellnar. Falsch versorgt könne es im schlimmsten Fall zu Funktionsverlusten an Fingern und Händen kommen.

Die Wunde kann sich entzünden

Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Infektion. Bei immerhin 20 Prozent der Hundebisse kommt es Kellnar zufolge zu einer Wundinfektion. So können Krankheitserreger in die Wunde eindringen und Wundstarrkrampf oder eine Blutvergiftung auslösen.

Wurde ein Kind von einem Hund gebissen, empfehlen Kinderchirurgen zunächst, die Wunde mit einem sterilen Verband oder einer Wundkompresse abzudecken. Zum Arzt sollte dann auch der Impfpass mitgebracht werden, damit dieser sehen kann, ob ein Impfschutz gegen Tetanus besteht.