Hoher Komfort und gutes Aussehen

Schön, wenn alles wieder passt! Bei der Wahl des Zahnersatzes kommt es auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten an. (Foto: rh2010 / Fotolia)
Schön, wenn alles wieder passt! Bei der Wahl des Zahnersatzes kommt es auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten an. (Foto: rh2010 / Fotolia)

Für die dritten Zähne gibt es eine große Auswahl an Lösungen.

(dbp/wgt) Wenn es um den besten Zahnersatz geht, entscheiden neben medizinischen Notwendigkeiten auch die individuellen Wünsche des Patienten. Schließlich sollen die neuen Zähne nicht nur gut aussehen, sondern auch zum Erhalt der Lebensqualität beitragen. Den wachsenden Ansprüchen der Patienten steht ein großes Angebot an technischen Lösungen gegenüber. Welche Option die beste ist, stimmen Patient und Zahnarzt gemeinsam ab.

Die individuelle Zahnsituation ist entscheidend

Am Anfang der Behandlung steht jedoch die genaue Befunderhebung durch den Zahnarzt. Müssen einzelne Zähne ersetzt werden oder alle? In welchem Zustand sind Kieferknochen und Zahnfleisch? Fehlt nur ein Zahn in einer ansonsten geschlossenen Zahnreihe, hat der Patient in der Regel die Wahl zwischen einer Brücke und einer Krone auf einem Implantat. „Ein Besser oder Schlechter gibt es in diesem Fall nicht“, erläutert Professor Hans-Christoph Lauer, wissenschaftlicher Leiter des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ): „Es kommt in erster Linie darauf an, wie die individuelle Zahnsituation des Patienten ist, also die Gegebenheiten im Mund.“

Implantate: teurer aber vorteilhaft

Wenn der Kieferknochen gesund ist, steht einem Implantat nichts im Wege. Es hat den Vorteil, dass die Nachbarzähne, anders als bei einer Brücke, nicht beschliffen werden müssen. Das Implantat, das später die Krone hält, wird direkt im Kieferknochen befestigt. Auch die Brücke wird fest verankert, jedoch nicht im Kiefer sondern an den Nachbarzähnen. Dazu ist es erforderlich, die Oberfläche der Nachbarzähne abzuschleifen, um die Kronen aufsetzen zu können, die dann die Brücke halten sollen.

Für preisbewusste Patienten ist eine Brücke in der Regel die günstigere Lösung. Die teureren Implantate können sich jedoch als Vorteil erweisen, wenn etwa bei älteren Patienten in naher Zukunft mit weiterem Zahnverlust zu rechnen ist. So kann ein Implantat, das zunächst nur einen Zahn ersetzt, später eine größere Brücke oder zusammen mit weiteren Implantaten eine Vollprothese halten.

Teilprothesen für alle Ansprüche

Fehlen mehrere Zähne in einer Reihe, bieten sich oft keine ausreichenden Möglichkeiten mehr, eine Brücke zu verankern. Dann wird der Zahnarzt seinem Patienten eine herausnehmbare Teilprothese empfehlen. Auch dabei gibt es erhebliche Unterschiede je nach technischem Aufwand, Art des Materials, Kaukomfort und ästhetischen Ansprüchen. Die einfache Modellgussprothese wird mit Metallklammern an den Restzähnen befestigt. Der Nachteil dabei: Die Stellen, an denen die Klammern anliegen, können im Laufe der Zeit beschädigt werden. Mangelnde Mundhygiene erhöht das Risiko zusätzlich.

Deutlich komfortabler, aber auch teurer, sind Teilprothesen, die aus einem festsitzenden und einem herausnehmbaren Element bestehen. Das ist bei den Teleskop-, Geschiebe- und Stegprothesen der Fall. Sie haben den Vorteil, dass sie ohne sichtbare Klammern auskommen und sich stabiler verankern lassen als Modellgussprothesen.

Sind keine eigenen Zähne mehr vorhanden, bleibt nur noch die Vollprothese. Sie saugt sich an der Schleimhaut des Oberkiefers fest. Künstliche Haftmittel können den Sitz verbessern. Bietet der Kiefer nicht mehr genügend Halt, kann die Vollprothese auch mittels Implantaten befestigt werden.

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