Hitzschlag ist für Senioren besonders gefährlich

Senioren müssen an heißen Tagen mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Pflegende sollten deshalb in jeder Stunde z. B. ein bis zwei Gläser Wasser anbieten.  (Foto: Fotolia / Sandor Kacso)
Senioren müssen an heißen Tagen mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Pflegende sollten deshalb in jeder Stunde z. B. ein bis zwei Gläser Wasser anbieten. (Foto: Fotolia / Sandor Kacso)

(dbp/fru) Unsere Körpertemperatur wird von mehreren Faktoren wie Lufttemperatur, Sonneneinstrahlung, Kleidung, körperliche Aktivität oder Schweißproduktion beeinflusst.

Gerade im Sommer, wenn die Außentemperatur die 30 Grad Celsius übersteigt, hat unser Organismus seine liebe Not damit, den Körper abzukühlen. Das kostet Kraft und Energie. Wenn der Körper dann längere Zeit der großen Hitze ausgesetzt oder übermäßig belastet wird, kann ein sogenannter Hitzschlag (oder Hitzeschlag) entstehen.

„Beim Hitzschlag steigt die Körpertemperatur über 39 Grad an (im Mund gemessen). Mögliche Zeichen sind eine heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, starkes Durstgefühl, Unruhe, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, eine Eintrübung des Bewusstseins bis zur Bewusstlosigkeit.“ Ein Hitzschlag stellt eine lebensgefährliche Situation dar und bedarf daher medizinischer Hilfe, erklärt die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin in der Broschüre „Was tun bei Hitze? Hinweise für Seniorinnen und Senioren“.

Pflegende besonders gefordert

Oft führt das im Alter nachlassende Durstgefühl dazu, dass ältere Menschen weniger trinken. Dadurch sei die Schweißproduktion vermindert und damit die Möglichkeit der Wärmeabgabe, heißt es von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales in ihrer Broschüre weiter. Dort sind auch Tipps für Pflegende zu finden, die Pflegebedürftige betreuen: „Bieten Sie in jeder Stunde ein bis zwei Gläser Flüssigkeit an. Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, die Volumina von Flüssigkeitsaufnahme und Harnausscheidung zu erfassen. In Abhängigkeit von den Grunderkrankungen kann die Fähigkeit eingeschränkt sein, selbst Maßnahmen zur Vermeidung eines Anstiegs der Körpertemperatur zu ergreifen, so etwa bei eingeschränkter Mobilität und bei Erkrankungen wie Demenz oder Depression. Dann ist eine intensivere Betreuung notwendig.“ Beim Essen sei zudem auf leichte Kost zu achten: in erster Linie sollte Gemüse und wasserreiches Obst gereicht werden. Ältere Personen sollten zudem täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

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