Hitzetipps für herzkranke und ältere Menschen

Wenn herzkranke Menschen bei hohen Außentemperaturen nicht ausreichend trinken, kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen. (Foto: Fotolia / Robert Kneschke)
Wenn herzkranke Menschen bei hohen Außentemperaturen nicht ausreichend trinken, kann es zu einem Kreislaufkollaps kommen. (Foto: Fotolia / Robert Kneschke)

(dbp/fru) Hohe Temperaturen von über 30 Grad machen insbesondere älteren Menschen sowie Herzpatienten zu schaffen.

Es können Müdigkeit und Schwindel sowie Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps auftreten, außerdem Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen Komplikationen können Betroffene vorbeugen, indem sie mit ihrem behandelnden Arzt spezielle Vorsichtsmaßnahmen besprechen, die je nach Herzerkrankung und Behandlung unterschiedlich sein können, zum Beispiel Anpassung der Trinkmenge oder notwendige Dosierungsänderungen bei Medikamenten“, sagt der Mannheimer Herzspezialist Prof. Dr. med. Markus Haass vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

Ausreichend trinken und leichte Kleidung

Die Körpertemperatur des Menschen muss immer auf 37 Grad Celsius gehalten werden. Bei großer Hitze wärmt sich der Körper zu sehr auf, so dass die Wärme wieder abgegeben werden muss. Diese Wärmeabgabe geschieht auf zwei Wegen: über die Haut und über vermehrtes Schwitzen. Eine leichte Bekleidung und eine kühlere Umgebung (z. B. sich vermehrt im Schatten aufhalten) begünstigen die Wärmeabgabe über die Haut. Trinken ist hingegen für den Ausgleich des Flüssigkeits- und Salzverlusts wichtig. Wenn ältere oder herzkranke Menschen nicht ausreichend trinken und der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird oder sogar durch eine zusätzliche Einnahme wassertreibender Medikamente (Diuretika) ein stärkerer Flüssigkeitsverlust entsteht, kann es vor allem beim Aufstehen aus liegender oder sitzender Position zu Kreislaufkollaps mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit kommen.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr heißt aber auch nicht zu viel trinken. Denn eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr kann bei herzkranken Patienten zur Verschlechterung ihrer Herzleistung führen, weshalb herzkranke Patienten ihre Trinkmenge, aber auch die Medikamenteneinnahme, unbedingt mit ihrem betreuenden Arzt abstimmen sollten.

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