Hilft bei Magen-Darm-Erkrankungen und Entzündungen

Die Kamille enthält ein wertvolles ätherisches Öl, das entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell wirkt. (Foto: Fotolia / yanadjan)
Die Kamille enthält ein wertvolles ätherisches Öl, das entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell wirkt. (Foto: Fotolia / yanadjan)

Die Kamille ist ein wahres Multitalent.

(dbp/spo/fru) Sie ist häufig an Wegesrändern und auf Wiesen zu finden und ihren Duft kennt fast jedes Kind – die Kamille. Sie ist eine Berühmtheit unter den Heilpflanzen – und das zurecht, denn sie ist in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) vielfältig einsetzbar. Laut dem Portal Heilkräuter.de hilft die Kamille hauptsächlich bei Magen-Darm-Erkrankungen und Entzündungen verschiedenster Art. Sie wird aber auch gerne bei Problemen mit dem Stoffwechsel, dem Harnapparat, den Atemwegen oder bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Dabei sind die weißen Kamillenblüten die wichtigsten Bestandteile.

Wertvolles ätherisches Öl

Die Kamille enthält ein wertvolles ätherisches Öl – eine komplizierte Zusammensetzung aus den verschiedensten Wirkstoffen, darunter z. B.  Bisabolol und Flavanoide. Dieses ätherische Öl hat die Eigenschaft, Entzündungen zu hemmen und Krämpfe zu lösen, weshalb die Kamille besonders gut gegen Beschwerden in der Magen-Darm-Region eingesetzt werden kann. So beruhigt ein Tee aus Kamillenblüten z. B. einen überreizten Magen nach dem Erbrechen und gleicht schonend den entstandenen Flüssigkeitsverlust aus. Genauso gut wirkt er bei Blähungen und sogar bei Magengeschwüren.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das in Deutschland für die Zulassung solcher Produkte zuständig ist, hat die Wirkstoffe der Kamille außerdem zur Verwendung bei Haut- und Schleimhautentzündungen sowie Reizungen und Entzündungen des Atemtraktes befürwortet.

Innere und äußere Anwendung

Die Kamille kann innerlich und äußerlich wirken. Die bekannteste Verwendungsform ist der Kamillentee. Er kann getrunken werden, aber auch in Form von Mundspülungen Entzündungen an den Mundschleimhäuten beziehungsweise den Zähnen lindern. Zudem eignet sich Kamille gut zum Inhalieren. So lindert sie Erkältungsbeschwerden, wenn die Schleimhäute gereizt sind. Ihre Inhaltsstoffe haben einen schützenden Effekt für die Schleimhäute. Außerdem wirken sie reinigend und somit der Ausbreitung von Bakterien entgegen.

Äußerlich kann die Kamille zur Heilung verschiedener Wunden beitragen. Dabei sollte beachtet werden, dass sie eine stark austrocknende Wirkung hat, die nicht immer erwünscht ist (z. B. bei sowieso schon trockener Haut). Bei Entzündungen der Haut kann eine Salbe oder ein Gel mit den entsprechenden Wirkstoffen verwendet werden. Außerdem sind Badezusätze erhältlich, die beispielsweise bei Entzündungen an After und Geschlechtsteilen zum Einsatz kommen können (beispielsweise als Sitzbad).